Konjunkturbarometer: Abwärtsbewegung hält an

Barometer

Zürich – Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF (ETH Zürich) ist nach dem markanten Rückgang im August im September ähnlich stark gesunken. Für den Berichtsmonat September ergab sich so ein Rückgang um 0,40 auf noch +1,21 Punkte, der Vormonatswert (August) wurde unverändert auf 1,61 belassen.

Das KOF-Barometer lag damit unter den Prognosen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den September einen Stand zwischen +1,28 und 1,55 Punkten vorausgesagt.

BIP-Wachstum schwächt sich weiter ab

Das aktuelle KOF Konjunkturbarometer signalisiere, dass sich das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) abschwächen werde. Es sei aber zu erwarten, dass die Wachstumsraten im Vorjahresvergleich positiv bleiben werden, kommentiert die KOF in einer Mitteilung vom Freitag. Das Konjunkturbarometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen. Deren Entwicklungen tragen gemäss KOF folgendermassen zur Gesamtentwicklung des Barometers bei: Das Modul «Kern-BIP» (Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe) verbleibt im positiven Bereich, weist aber einen rückläufigen Trend auf. Die Module «Baugewerbe» und «Kreditgewerbe» haben einen leicht negativen Drall im positiven Bereich.

Industrie und Konsum knapp im negativen Bereich
Das Modul «Kern-BIP», das gut 90% der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung umfasst, dominiert das KOF Konjunkturbarometer. Die dem Barometer zugrundeliegenden Messmodelle sind «Schweizer Industrie», «Schweizer Konsum» und «Exportdestination EU». Die Messmodelle «Schweizer Industrie» und «Schweizer Konsum» haben die Nulllinie durchschritten und liegen nun knapp unterhalb von null im negativen Bereich. Sie signalisieren damit eine Verlangsamung der Industrieproduktion und des Konsums. Das Modul «Exportdestination EU» liegt weiterhin im positiven Bereich. (awp/mc/ps)

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