Konsumlaune hellt sich im Dezember leicht auf

Skifahren
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Schweizer Bevölkerung scheint den Winterurlaub in der Heimat nicht missen zu wollen. (Foto: dell – Fotolia.com)

Zürich – Der UBS-Konsumindikator ist im Dezember von 1,23 auf 1,34 Punkte gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem einer Zunahme der Hotelübernachtungen von Inländern zu verdanken. Keine Verbesserung war im Detailhandel zu verzeichnen, wo die Geschäftslage weiterhin auf einem tiefen Niveau stagniert.

Die UBS-Experten sehen wieder leicht positive Tendenzen bei der inländischen Hotelnachfrage. Seit der Frankenaufwertung 2008 ging die Anzahl an Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz um knapp 2% zurück. Seit Herbst steigt die Anzahl der inländischen Hotelübernachtungen wieder leicht an. Dies nährt die Hoffnung, dass die Talsohle bei der Nachfrage der Inländer nach Hotelübernachtungen durchschritten ist.

Winterferien in der Heimat
Der starke Franken hat Ferien im Ausland günstiger gemacht. Daher erholen sich Schweizerinnen und Schweizer immer häufiger im Ausland. In Schweizer Franken gemessen blieben die Ausgaben von Schweizer Touristen im Ausland seit 2008 zwar ungefähr konstant, aufgrund der Frankenaufwertung der letzten Jahre konnten sich die Schweizer aber dafür im Ausland immer mehr leisten. Die lange Zeit stagnierenden Hotelübernachtungen in der Schweiz deuten somit keineswegs auf einen Rückgang der Reisefreudigkeit der Schweizer Bevölkerung hin.

Die Winterferien in der Heimat scheinen viele Schweizer allerdings nicht missen zu wollen. Seit 2008 blieb die inländische Hotelnachfrage in der Wintersaison konstant. Lediglich im Sommer neigen die Schweizer dazu, günstigere Feriendestinationen im Ausland zu bevorzugen. Der Rückgang der inländischen Hotelnachfrage geht somit ausschliesslich auf einen Rückgang während den Sommermonaten zurück.

Autoabsatz stützt
Unterstützend für den UBS-Konsumindikator wirken wie bereits im ganzen Jahr 2012 die Immatrikulationen von Neuwagen. 2012 wurden insgesamt rund 328’000 Neuimmatrikulationen gezählt. Nach dem Rekordjahr von 1989 mit 335’000 Neuzulassungen war 2012 somit das zweitbeste je gemessene Jahr für die Neuwagenimmatrikulationen. Unterstützt wurde der Schweizer Autoabsatz von rund 15% niedrigeren Automobilpreisen gegenüber von vor zwei Jahren. Die Frankenaufwertung verbilligte die Automobilimporte in die Schweiz und setzte auch die Preise der heimischen Automobilanbieter unter Druck. (UBS/mc/pg)

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