Leclanché weitet 2019 Verlust aus – Guter Auftragsbestand

Leclanché weitet 2019 Verlust aus – Guter Auftragsbestand
Leclanché-CEO Anil Srivastava.

Yverdon – Der Westschweizer Energiespeicher-Hersteller Leclanché hat gemäss ungeprüften Angaben 2019 deutlich weniger umgesetzt als im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte auch ein höherer Verlust.

Der Gruppenumsatz sank im Berichtsjahr auf 16,3 Millionen von 48,8 Millionen Franken im Vorjahr, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zurückzuführen ist der Umsatzrückgang hauptsächlich auf Verzögerungen bei der Finanzierung eines Projekts in Saint Kitts und Nevis sowie auf die Entscheidung von Leclanché, dieses Projekt im Rahmen eines „Build-Own-Operate“-Geschäftsmodells zu bauen. Das habe dazu geführt, dass für die Periode kein Umsatz gemäss den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften gemacht worden sei, hiess es.

Zudem kam es zu Verzögerungen bei der Finanzierung von Wachstumskapital, die den Abschluss mehrerer Projekte sowie Investitionen in eine Erhöhung der Produktionskapazität in Leclanchés Zellfabrik in Willstätt in Deutschland beeinträchtigten. Insgesamt hatten diese Faktoren einen negativen Einfluss auf die Einnahmen in Höhe von rund 50 Millionen Franken.

Auf Stufe EBITDA resultiere ein Verlust von 58,9 Millionen (VJ -39,1 Mio), und unter dem Strich blieb ein Minus von 83,4 Millionen gegenüber -50,7 Millionen Franken im Jahr 2018.

Keine Projekte verlorengegangen
„Der technische Charakter der Einnahmenverschiebung ab 2019 hat keinen Einfluss auf unsere Geschäftsgrundlagen“, wird in der Mitteilung Firmenchef Anil Srivastava, zitiert. Es sei auch wichtig zu beachten, dass keine Projekte verlorengegangen seien und die 2019 nicht verbuchten Einnahmen im Jahr 2020 verbucht würden. „Der kombinierte Auftragsbestand, ohne das St. Kitts-Projekt, übersteigt jetzt 90 Millionen Franken für Lieferungen in den Jahren 2020 bis 2021“, so der CEO weiter.

Anfang Monat hatte Leclanché von der Regulierungsstelle der Schweizer Börse SIX eine Verlängerung der regulatorischen Frist zur Veröffentlichung seines Jahresberichts bis zum 15. Juni erhalten. (awp/mc/ps)

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