Lem verzeichnet Geschäftserholung im dritten Quartal

Frank Rehfeld
LEM-CEO Frank Rehfeld. (Foto: LEM)

Plan-les-Ouates – Der Komponentenhersteller Lem konnte im vergangenen Quartal von der Erholung im Automobilsektor und in China profitieren. Das Geschäft hat sich entsprechend von den anfänglichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erholt. Der Reingewinn lag jedoch aufgrund eines positiven Sondereffekts im Vorjahr deutlich tiefer.

Beim Genfer Unternehmen gingen im dritten Quartal (Oktober bis Dezember) Aufträge im Wert von 87,0 Millionen Franken ein. Das sind 7,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Umsatz lag mit 74,1 Millionen jedoch um 3,4 Prozent tiefer, wie Lem am Donnerstag mitteilte. Die Book-to-Bill-Ratio zeigt nun mit einem Wert von 1,17 einen wachsenden Markt.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg derweil um 4,8 Prozent auf 15,3 Millionen Franken. Der Reingewinn lag mit 12,6 Millionen Franken klar tiefer. Lem hatte im Vorjahr allerdings von einem positiven Steuereffekt von 14 Millionen profitiert und einen Gewinn von 26,9 Millionen erzielt. Mit den Zahlen wurden die Analystenschätzungen auf allen Stufen übertroffen.

Elektromobilität und erneuerbare Energie als Treiber
Im Vergleich zum zweiten Quartal hätten sich Bestellungen, Umsatz und Profitabilität verbessert, betont CEO Frank Rehfeld in der Medienmitteilung. Gemäss Lem hat sich insbesondere die Nachfrage im Bereich Automobil im dritten Quartal deutlich erholt. Hier sei mit einem Umsatz von 21,3 Millionen Franken ein Rekord-Quartalswert erzielt worden. China habe sich durch das Wachstum bei Elektrofahrzeugen gut entwickelt und auch Europa habe das starke Wachstum fortgesetzt. In Nordamerika habe sich hingegen die Nachfrage im Bereich konventionelle Fahrzeuge abgeschwächt und bei Elektroautos das Wachstum verlangsamt.

Im Industriesegment haben sich die Umsätze im dritten Quartal stabilisiert. Geholfen haben auch hier China und der Bereich erneuerbare Energie. Covid-19 habe jedoch weiter negative Auswirkungen auf die Nachfrage, insbesondere in Europa und Nordamerika. Die Auftragseingänge hätten sich aber auch hier wieder erholt.

Vorsichtige Prognose
Die Finanzziele wurden angesichts der Quartalswerte leicht angehoben. Neu rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von an die 290 Millionen Franken und eine EBIT-Marge von nahe 20 Prozent. Zuvor wurde eine Spanne von 275 bis 280 Millionen Franken erwartet.

Der Ausblick bleibe aufgrund der geringen Visibilität aber vorsichtig, betont das Unternehmen. Es bestehe Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie, trotz der beginnenden Impfkampagnen. (awp/mc/ps)

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