Leuthard befürwortet in Doha Weiterführung des Kyoto-Protokolls

Doris Leuthard

Umweltministerin Doris Leuthard.

Doha – Umweltministerin Bundesrätin Doris Leuthard hat sich am Klimagipfel von Doha für einen positiven Abschluss der Verhandlungen eingesetzt. In ihrer Rede vor der Plenarversammlung betonte sie, es sei unabdingbar, dass alle Staaten zur Lösung des Klimaproblems beitragen. Die Schweiz wolle vorangehen und befürworte daher die Weiterführung des Kyoto-Protokolls.

Die UVEK-Vorsteherin rief die Mitgliedsstaaten der UNO-Klimakonvention auf, endlich zu handeln, um die Erderwärmung auf ein erträgliches Mass zu begrenzen. «Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer müssen sich auf ein internationales Klimaabkommen einigen.» Nicht nur entwickelte Länder, sondern auch aufstrebende grosse Wirtschaftsmächte müssten künftig Verantwortung übernehmen.

Förderung der «Grünen Wirtschaft»
In ihrer Rede vor der Plenarversammlung betonte die Schweizer Umweltministerin zudem: «Klimapolitik muss eng mit Energiepolitik und Wirtschaftspolitik verzahnt sein.» Die Schweiz fördere daher die «Grüne Wirtschaft». Dies mit dem Ziel, den Ressourcen- und Energieverbrauch und den damit zusammenhängenden Ausstoss von Treibhausgasen zu vermindern.

Während ihres Aufenthaltes in Doha nimmt die UVEK-Vorsteherin an den Verhandlungen teil und trifft mehrere Klimaminister anderer Länder. Mit EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard diskutierte Bundesrätin Leuthard die gemeinsame Absicht der Schweiz und der EU, das Kyoto-Protokoll weiterzuführen und die Problematik des Transfers von Emissionsrechten von der ersten in die zweite Kyoto-Periode. Auch Fragen zum Emissionshandel wurden bei diesem Treffen erörtert. (UVEK/mc/pg)

COP18 Doha 2012

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