Atomausstieg: Leuthard will zuerst Szenarien prüfen

Doris Leuthard

Bundesrätin Doris Leuthard.

Wynau – Energieministerin Doris Leuthard plädiert in der Atomausstiegsdebatte nach wie vor dafür, keine übereilten Entscheide zu fällen. Der Bundesrat werde sich Ende Mai äussern, sagte Leuthard am Freitag. Sie verfolge den Grundsatz «zuerst denken, dann sprechen».

Dies sagte die Energieministerin am Rande einer Veranstaltung zum Jahr des Waldes in Wynau BE. Dass die Mehrheit der CVP-Fraktion einen Vorstoss für den Ausstieg aus der Atomenergie unterzeichnet hat, kritisierte Leuthard nicht. Sie sei froh, wenn sich viele Parteien nun engagierten, erklärte sie. Der Bundesrat brauche aber eine Grundlage für Entscheide. Derzeit sei er dabei, diese zu erarbeiten.

«Wann, zu welchem Preis und mit welchen Konsequenzen?»
Auf die Haltung der BDP und der Grünliberalen angesprochen, stellte Leuthard fest, diese Parteien hätten sich dafür ausgesprochen, «irgendwann» aus der Atomenergie auszusteigen. Es gehe aber um die Frage «wann, zu welchem Preis und mit welchen Konsequenzen». Am Donnerstag hatte der Walliser CVP-Nationalrat Roberto Schmidt eine Motion eingereicht, die einen Ausstieg aus der Atomenergie fordert. Ein Datum wird in dem Vorstoss nicht genannt: Die Atomkraftwerke sollen «gestaffelt» vom Netz gehen. Zudem sollen keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden. (awp/mc/ps)

UVEK

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