Lifewatch mit Millionenverlust im 2. Quartal

Yacov Geva

Yakov Geva, CEO und VRP Lifewatch.

Schaffhausen – Der Telemedizinanbieter Lifewatch ist im zweiten Quartal 2011 wieder in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem um 13% tieferen Umsatz von 20,2 Mio USD resultierte ein Verlust von 10,1 Mio, verglichen mit einem Überschuss von 1,9 Mio im Vorjahr.

Lifewatch begründet den Fehlbetrag am Dienstag mit einem unverändert schwierigen Rückerstattungsumfeld in den USA. Die offenen Forderungen für Medicare-Leistungen werden auf 9,0 Mio USD beziffert. Der Bruttogewinn erreichte in der Berichtsperiode 8,8 Mio USD, entsprechend einer auf 43,8% rückläufigen Marge, nach 51,0% im Vorjahr. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA betrug -7,0 Mio und auf Stufe EBIT -8,6 Mio USD.

Erwartungen deutlich verfehlt
Mit dem Zahlenausweis wurden die Erwartungen der Bank Vontobel deutlich verfehlt. Diese hat für das zweite Quartal einen Umsatz von 22,9 Mio, einen EBIT von 0,1 Mio und einen Verlust von 0,1 Mio USD geschätzt.

Tritt auf die Kostenbremse
Lifewatch drückt in der Folge auf die Kostenbremse: «Umfangreiche» Restrukturierungen und Kostenreduktionen sollen Ersparnisse von 15 Mio USD pro Jahr bringen. Die Massnahmen sollen nach Firmenangaben bis Mitte Oktober 2011 abgeschlossen sein. Das Management verspreche sich eine «relative Wirkung» auf die Resultate für das Geschäftsjahr 2011 und einen positiven Effekt für das Geschäftsjahr 2012.

Die für 2011 formulierten Ziele würden jedoch nicht erreicht. Neu rechnet das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 80 bis 82 Mio USD, nach früher prognostizierten 100 bis 105 Mio. (awp/mc/pg)

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