Lindt&Sprüngli wächst und gewinnt Marktanteile

Lindt&Sprüngli wächst und gewinnt Marktanteile
Dieter Weisskopf, CEO Lindt & Sprüngli. (Foto: (PPR/Gaetan Bally)

Kilchberg – Lindt&Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 erneut mehr Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés verkauft. Mit seinen weltweit nun etwas mehr als 500 Shops und Cafés hat der Schokoladenproduzent weitere Marktanteile gewonnen.

Insgesamt setzte Lindt&Sprüngli 4,51 Milliarden Franken um. Das ist ein Plus von 4,5 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Konsenserwartungen der Analysten gelang eine Punktlandung.

Aus eigener Kraft und um Währungseffekte bereinigt wuchs der Schokoladenhersteller um 6,1 Prozent. Experten hatten im Vorfeld mit einem etwas geringeren Wachstum gerechnet. Das organische Wachstum lag im ersten Halbjahr mit 6,2 Prozent noch leicht höher.

Marktanteile gewonnen
Einmal mehr sei Lindt&Sprüngli schneller als der gesamte Schokoladenmarkt gewachsen und habe Marktanteile dazugewonnen, hiess es vom Unternehmen weiter. Dabei hätten alle Regionen zu der Entwicklung beigetragen. Produktseitig hätten vor allem die Lindor- und Excellence-Schokoladen das Wachstum angetrieben.

In Europa wuchs Lindt&Sprüngli organisch mit 6,2 Prozent. Besonders gut habe sich der Umsatz in Deutschland und Österreich entwickelt, aber auch am Heimmarkt Schweiz sowie in Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich sei das Geschäft gut gelaufen. Die osteuropäischen Töchter sowie Grossbritannien konnten sogar zweistellig zulegen. Auf der Insel gelang dies den Brexit-Wirren zum Trotz.

In Nordamerika, wo Lindt in den letzten Jahren zu kämpfen hatte, wuchs der Premiumschokoladenhersteller nun organisch um 5,4 Prozent. Bereits in der ersten Jahreshälfte hatte Lindt eine Erholung in den USA gemeldet. Dazu trugen sowohl die Marken Lindt und Ghirardelli sowie die Sorgentochter Russell Stover bei, wie es hiess. Zweistelliges Wachstum erzielte die Gruppe in Mexiko.

Am grössten fiel der Umsatzanstieg mit 7,6 Prozent im „Rest der Welt“ aus. Hier habe sich der Absatz mit zweistelligen Wachstumsraten in Japan, China und Brasilien besonders gut entwickelt, schreibt Lindt&Sprüngli. In diesen Ländern rechnet das Haus mit weiterem Wachstum, da dort der Konsum von Premiumschokolade laufend steige.

Ziele bestätigt
Im Ausblick hält die Gruppe an den vor einem Jahr gesetzten mittel- bis langfristigen Zielen fest. Damals hatte man sich von seiner langjährigen organischen Umsatzvorgabe von 6 bis 8 Prozent Wachstum verabschiedet, nachdem diese bereits das zweite Jahr in Folge verfehlt wurde. Seither liegt die Messlatte bei 5 bis 7 Prozent.

Beim Betriebsgewinn stellt Lindt derweil weiterhin eine jährliche Verbesserung der EBIT-Marge zwischen 20 und 40 Basispunkten in Aussicht. Diese Steigerung werde auch für 2019 erwartet. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern wie immer etwas später bekannt; dieses Jahr ist es am 3. März so weit.

In der Rechnung 2019 würden sich zwei ausserordentliche einmalige Anpassungen auf Stufe Reingewinn aufheben, hiess es. Einerseits werden Restrukturierungskosten und einmalige Abschreibungen in Nordamerika mit rund 60 Millionen Franken belasten. Andererseits sei aufgrund der Steuerreform mit einer Steuerentlastung in etwa derselben Grössenordnung zu rechnen. (awp/mc/ps)

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