Lindt&Sprüngli mit Umsatzwachstum von 7,3 %

Lindt&Sprüngli

(Foto: PHOTOPRESS/Chocoladefabriken Lindt & Spruengli AG)

Kilchberg – Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 trotz fast weltweiter Wirtschaftskrise deutlich mehr verkauft und dabei Marktanteile gewonnen. Der Betriebsgewinn soll zudem im oberen Bereich der bisher angegebenen Bandbreite zu liegen kommen. Die Aktien reagieren mit klaren Gewinnen auf die Zahlen.

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 7,3% auf 2,670 Mrd CHF, wie der Premiumschokoladen-Hersteller mitteilte. Organisch bzw. die Wechselkursveränderungen herausgerechnet nahmen die Verkäufe im Gesamtjahr um 6,8% zu, dies nach lediglich +5,3% im ersten Semester. Das Wachstum basierte dabei «in erster Linie» auf einer Volumensteigerung. Dieses Wachstum sei deutlich über dem Marktwachstum ausgefallen, wobei man Marktanteile in praktisch allen Ländern und Kategorien gewonnen habe, so Lindt.

Mit den veröffentlichten Umsatzzahlen wurden die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bezüglich Umsatz ziemlich genau getroffen, beim organischen Wachstum sogar übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt mit Verkäufen von 2,66 Mrd CHF (Bandbreite 2,65 bis 2,69 Mrd) sowie einem organischen Wachstum von 6,3% (6,0 bis 7,0%) gerechnet. Lindt hatte im August anlässlich der Halbjahreszahlen für das Gesamtjahr ein organisches Wachstum von 6 bis 8% angekündigt, was den langfristigen Zielen des Unternehmens entspricht.

Nur Italien hält nicht mit
Äusserst erfreuliche Forstschritte habe man in den grössten Absatzmärkten erzielt, so Lindt. In Europa waren demnach Deutschland, Frankreich und Grossbritannien die am schnellsten wachsenden Länder. Von den europäischen Schlüsselmärkten sei einzig Italien aufgrund der sehr schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen etwas hinter dem Vorjahr zurückgeblieben.

«Überdurchschnittlich gutes» Geschäft in Nordamerika
Die Schweizer Tochtergesellschaft konnte laut Mitteilung das Vorjahreswachstum noch übertreffen und die Marktanteile im Tafel- und Pralinésbereich weiter steigern. Wiederum «überdurchschnittlich gut» habe sich auch das Geschäft in Nordamerika mit einem zweistelligen organischen Wachstum entwickelt.

Von «sehr erfreulichen Fortschritten» spricht Lindt bei Australien und bei den Aufbaumärkten Asiens. Im Rahmen der geografischen Expansion wurden neue Tochtergesellschaften in Shanghai (China) und in Moskau (Russland) gegründet. Mit diesen soll die Marke LINDT in diesen Märkten einerseits über die Erweiterung der klassischen Absatzkanäle im urbanen Umfeld und anderseits über das eigene Retail-Geschäft Schritt für Schritt etabliert werden, wie es heisst.

Ebit-Marge im oberen Zielbereich erwartet
Aufgrund der guten Umsatzzahlen hat Lindt auch die Gewinnschätzungen etwas erhöht. Die Zunahme beim Betriebsgewinns (EBIT) solle das Plus beim Umsatz übertreffen, hiess es, die Erhöhung der Marge werde somit im oberen Bereich der bisher genannten Bandbreite von 20 bis 40 Basispunkten zu liegen kommen. Die Publikation des vollständigen Jahresabschlusses 2012 erfolgt am 15. März.

Aktie und PS von Lindt reagierten mit deutlichen Kursgewinnen auf die Zahlen. Um die Mittagszeit notiert die Namenaktie 3,5% höher bei 37’215 CHF, der PS legt 2,4% auf 3’236 CHF zu (SPI +0,6%). Die ZKB hat nach den Zahlen das Rating für den PS auf ‹Übergewichten› erhöht. (awp/mc/pg)

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