Logitech in USA wegen Patenverletzungen verklagt

Gerald Quindlen

Logitech-CEO Gerald Quindlen.

Cypress – Der Computerzubehörsteller Logitech und der US-Elektronik-Komponentenhersteller United Electronics (UEI) streiten sich wegen angeblicher Patentverletzungen. UEI reichte gegen Logitech bei einem US-Gericht in Kalifornien Klage wegen Patentverletzungen in 17 Fällen ein. Logitech hält die Klage für unbegründet und geht davon aus, sich vor Gericht gegen UEI durchsetzen zu können.

Die Klage des US-Unternehmens bezieht sich gemäss Angaben vom Freitag auf mehrere Fernbedienungen von Logitech darunter auf die Produkte Harmony H300, H650, H700, H900, One, H1100, Logitech Revue (für Google TV), Harmony Remote-Apps für iOS und Android-Plattformen sowie weitere Applikationen und/oder Programmierungen für Touch-Screen Mobilgeräte.

Lizenzen Mitte 2010 ausgelaufen
Logitech habe vom 1. Juli 2004 bis 30. Juni 2010 patentierte Technologien von UEI einlizenziert. Vor dem Auslaufen der erneuerbaren Lizenzen bis zur Einreichung der Patentverletzungsklage habe UEI Verhandlungen zu einer Erneuerung der Lizenzen zu vernünftigen Geschäftsbedingungen geführt. Logitech sei dazu aber nicht bereit gewesen, macht das US-Unternehmen nun geltend. Derweil habe Logitech die zuvor durch Lizenzabkommen gedeckte Produkte ohne Erlaubnis oder adäquate finanzielle Entschädigung weiter verkauft, so die Mitteilung.

Logitech: Keine Lizenzen notwendig
Hinsichtlich der Vorwürfe schreibt Logitech in einer Mitteilung vom Montag, dass das geistige Eigentum von Anderen respektiert werde. Zudem habe Logitech Erfahrungen, was den Kauf von Patenten oder die Lizenznahme derselben angehe. Ungeachtet dessen geht das Unternehmen davon aus, dass eine Lizenz von UEI nicht notwendig sei. Entsprechend dürfte Logitech bei einem Gerichtsverfahren obsiegen, heisst es in der Mitteilung. (awp/mc/upd/ps)

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