Logitech muss wegen Buchungsfehler Abschlüsse korrigieren

Bracken Darrell

Logitech-CEO Bracken Darrell.

Newark / Lausanne – Der Computerzubehör-Hersteller Logitech muss bereits veröffentlichte Jahres- und Quartalsabschlüsse korrigieren. Die Jahresberichte 2011 und 2012 sowie die Bilanz des ersten Quartals 2012 seien nicht mehr gültig, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Kürzlich eröffnete Untersuchungen hätten die Unstimmigkeiten zutage gefördert. Diese seien auf einen Buchungsfehler bei der Bestandesbewertung für die Revue-Produkte von Logitech zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung.

Damals hatte der schweizerisch-amerikanische Konzern grosse Hoffnungen auf Google TV gesetzt und dafür Zubehör produziert. Nur lagen die Revue-Produkte wie Blei in den Regalen und verkauften sich schlecht.

Nun muss Logitech die Abschreibungen auf die Lagerbestände für das Schlussquartal des Geschäftsjahres 2011 erhöhen, wie es weiter heisst. Im Gegenzug würden die Abschreibungen auf die Lagerbestände für das Startquartal des Geschäftsjahres 2012 gesenkt. Das führe zu einem Rückgang des Betriebsgewinns im Geschäftsjahr 2011 und zu einem Anstieg um denselben Betrag im Geschäftsjahr 2012.

Korrekturen
Als Folge davon wird Logitech die betroffenen Geschäftsberichte im Rahmen des einzureichenden Abschlusses für das Fiskaljahr 2014 korrigieren. Um welche Beträge es sich handelt, gab Logitech noch nicht bekannt. Man sei in der Schlussphase der Berichtigungen. Logitech habe das Vorgehen mit der Geschäftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers abgesprochen.

Der Konzern geht nicht davon aus, dass die Neuformulierung der Bilanzen erhebliche Auswirkungen auf die Jahre 2013 und 2014 haben wird. Der Prüfungsausschuss werde seine Ermittlungen unter Beachtung der jüngsten Erkenntnisse weiterführen und «in den nächsten Wochen» abschliessen.

Logitech werde das Formular 10-K und den Jahresbericht 2014 sowie das Formular 10-Q sowie den Bericht für das erste Quartal 2015 so schnell wie möglich einreichen. Sowohl die Schweizer Börse SIX als auch die US-Technologiebörse Nasdaq haben Logitech Fristerstreckung für das Einreichen der Finanzberichte gewährt.

An der Börse stehen die Logitech-Aktien in einem knapp freundlichen Gesamtmarkt 0,4% höher. (awp/mc/ps)

 

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