Logitech steigert im 3. Quartal Umsatz und Gewinn

Bracken Darrell

Logitech-CEO Bracken Darrell.

Lausanne – Logitech hat ein gutes Weihnachtsgeschäft hinter sich: Der Umsatz stieg zwischen Oktober und Dezember in den Bereichen, in denen das Unternehmen Wachstum anstrebt, deutlich. Auch beim Gewinn ist der Hersteller von Computerzubehör auf Kurs. Die Ziele für das ganze Geschäftsjahr (April 2013 bis März 2014) werden angehoben.

„Wir sind zufrieden mit der soliden Entwicklung im dritten Quartal“, lässt sich CEO Bracken Darrell in der Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Das Unternehmen erwirtschaftete in der Berichtsperiode (Oktober bis Dezember) Erlöse von 627,9 Mio USD, was einem Plus von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zugelegt hat das Unternehmen in erster Linie in den drei Bereichen, die das Management als Wachstumskategorien sieht: Zubehör für Tablets (77,0 Mio USD nach 39,4 Mio im Vorjahresquartal), Audio Wearables & Wireless (42,2 nach 23,6 Mio) und PC Gaming (56,2 nach 45,1 Mio). Das entspricht Wachstumsraten von 95%, 79% und 25%. Zusammen machen diese drei Bereiche nun 28% des Gesamtumsatzes aus. „Die robusten Verkaufszahlen in den Wachstumskategorien ermutigen uns“, sagt Darrell.

Rückgang bei „Mäusen“
In allen anderen Bereichen nahmen die Verkaufszahlen jedoch ab. Das galt auch für die beiden grössten Bereiche „Mäuse und Zeigegeräte“ (141,8 nach 153,9 Mio) sowie „Tastaturen & Desktops“ (108,3 nach 110,7 Mio). Diese zählt das Management wegen der abnehmenden PC-Verkäufen nicht mehr zu den Wachstumskategorien.

Wachstum in Asien und Nordamerika – Schwieriges Geschäft in Europa
Geografisch legte Logitech in Asien (+9%) und auf dem amerikanischen Kontinent (+8%) zu. In Europa gingen die Verkäufe hingegen um 3% zurück. Vor allem in Frankreich und Russland hätten die Vorjahreswerte nicht erreicht werden können, heisst es in der Mitteilung. In Deutschland seien die Umsätze im einstelligen Bereich gewachsen.

Life Size belastet nicht mehr
Den Bruttogewinn erhöhte das Unternehmen auf 213,4 nach 209,8 Mio USD. Die leicht gesunkene Bruttomarge (34,0 nach 34,1%) begründet das Unternehmen mit Veränderungen im Produktemix. Den EBIT gibt das Unternehmen mit 53,3 Mio USD an, den Reingewinn mit 48,5 Mio USD.

Im Vorjahresquartal war Logitech wegen eines Abschreibers auf die LifeSize-Beteiligung (Systeme für Telefonkonferenzen) tief in die roten Zahlen gerutscht: Auf EBIT-Stufe resultierte damals ein Verlust von 180 Mio USD, beim Reingewinn sogar von rund 195 Mio. Life Size sei nach Rationalisierungen nun auch operativ ein Quartal früher als erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt, schreibt Logitech.

Schätzungen übertroffen
Mit den Quartalszahlen hat Logitech die durchschnittlichen Schätzungen (AWP-Konsens) deutlich übertroffen. Die Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 599,4 Mio USD, einen EBIT von 41,1 Mio und einen Gewinn von 32,8 Mio prognostiziert. Beim Bruttogewinnmarge verfehlt Logitech die Erwartungen (34,8%) hingegen leicht.

Ausblick erhöht
Für das Gesamtjahr 2013/14 erhöht das Management nun die Ziele. Es rechnet mit einem Umsatz von knapp 2,1 Mrd USD und einem EBIT (non-GAAP) zwischen 120 und 125 Mio. Bislang hatte Logitech einen Jahresumsatz von 2 Mrd sowie eines EBIT (non-GAAP) von 100 Mio erwartet.

Um diese Ziele zu erreichen, fehlt nicht mehr viel: In den ersten neun Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 1,64 Mrd USD und einen EBIT von 70,5 Mio (116,7 Mio non-GAAP). „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber der Turnaround ist auf Kurs“, lässt sich CEO Darrell zitieren. (awp/mc/pg)

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