Logitech stärkt Gaming-Sparte mit Kauf von Astro Gaming

Darrell Bracken
Logitech-CEO Darrell Bracken. (Foto: Logitech)

Zürich – Logitech stärkt das Geschäft mit Computerzubehör für Gamer. Das Unternehmen übernimmt Astro Gaming, einen Hersteller von Kopfhörern für professionelle Spieler. Analysten kommentieren den Zukauf positiv. An der Börse legen die Logitech-Papiere deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt.

Der Kauf erfolge für 85 Mio USD in bar, und der Abschluss werde für Anfang August erwartet, teilte Logitech am Dienstagabend mit. Man investiere damit in einen an das PC-Gaming-Geschäft angrenzenden Markt, um das langfristige Wachstum in diesem Bereich zu beschleunigen. Zusammen seien Logitech und Astro nun Marktführer bei Headsets, Mäusen, Tastaturen und Webcams für PC- und Konsolen-Gamer.

Leicht negativer Einfluss auf das Ergebnis
In dem seit April laufenden Geschäftsjahr 2017/18 dürfte die Astro-Übernahme zum Umsatzwachstum 2 Prozentpunkte beisteuern, hiess es weiter. Auf das Ergebnis dürfte sich die Akquisition laut den Angaben im ersten Jahr der Akquisition derweil leicht negativ auswirken – wegen der Integration und Investitionen, um Astro international zu expandieren.

Konkrete Angaben zur Gesamtjahresguidance werden keine gemacht. Laut der im März veröffentlichten und im April bestätigten Guidance strebt das Management ein Umsatzplus im hohen, einstelligen Prozentbereich sowie einen operativen Gewinn von 250 bis 260 Mio USD an.

«Starke Marke»
In ersten Analystenkommentaren wird die Übernahme positiv gewürdigt. Bei Vontobel ist von einer «smarten» Akquisition die Rede. Und Baader Helvea bezeichnet Astro Gaming als «starke Marke». Der zuständige Analyst erwartet vom Gaming-Geschäft in den nächsten Jahren ohnehin überdurchschnittliches Wachstum.

Laut der ZKB, die den Umsatz des übernommenen Geschäfts auf 50 Mio USD schätzt, komplettiert Logitech die bestehende starke Marktstellung beim PC-Gaming nun auch bei Spielkonsolen. Wegen der leichten Verwässerung des Gewinns macht sich der zuständige Analyst keine grossen Sorgen: Diese dürfe seiner Meinung nach durch den jüngst starken Euro gegenüber dem US-Dollar mehr als kompensiert werden. «Wir sehen deshalb Logitech unverändert auf Zielkurs für die EBIT-Guidance», schreibt er weiter. (awp/mc/pg)

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