Lohngleichheitsdialog: Firmen sollen Beispiel McDonald’s folgen

McDonald's

(Foto: McDonald’s Switzerland)

Zürich – Mit McDonald’s Schweiz schliesst eines der grossen Unternehmen der Privatwirtschaft den Lohngleichheitsdialog erfolgreich ab. Die erfreulichen Resultate liessen sich einerseits auf eine Lohnpolitik zurückführen, bei der Chancengleichheit eine wichtige Rolle spiele, heisst es in einer Medienmitteilung des Projekt Lochgleichheitsdialog. Andererseits trage auch das Vorhandensein von verpflichtenden Mindestlöhnen in der Branche zu diesem guten Ergebnis bei.

Luzius Mader, Vize-Direktor im Bundesamt für Justiz, der an der Medienkonferenz die Trägerschaft des Lohngleichheitsdialogs vertreten hat, machte deutlich, dass mit bisher 21 Firmen, die beim Lohngleichheitsdialog mitmachen, die Teilnahme deutlich unter den Erwartungen liegt. „Um das Ziel von 100 Unternehmen bis 2014 zu erreichen, wollen wir einerseits vermehrt über positive Beispiele, wie heute über McDonald’s, berichten. Und anderseits wollen wir auch vermehrt aktiv werden und den direkten Kontakt zu den Unternehmen suchen.“

Positive Auswirkungen der Lohngleichheit
Mader betonte, dass eine gerechte Lohnpolitik nicht nur eine positive Aussenwirkung hat, sondern auch zum guten Arbeitsklima innerhalb eines Unternehmens beiträgt, was sich letztlich auch bei der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit der Firma auszahlt.

Erfolgsfaktoren: Nachvollziehbares Lohnsystem und Mindestlöhne
Christine Michel, Mitglied der Sektorleitung Dienstleistungsberufe der Gewerkschaft Unia, betonte die Wichtigkeit von nachvollziehbaren Lohnsystemen und Lohntransparenz im Kampf gegen die Lohndiskriminierung der Frauen. Das Beispiel McDonald’s zeige, dass der Lohngleichheitsdialog auch bei grossen Unternehmen mit komplexen Strukturen funktioniere. Die guten Resultate von McDonald’s weisen auf eine konsequente Lohnpolitik des Unternehmens hin, aber auch darauf, dass die verpflichtenden Mindestlöhne im Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) greifen. Unia will weiterhin eine konsequente Mindestlohnpolitik zu Gunsten der Frauen in den Niedriglohnbranchen verfolgen.

Lediglich 0.7 Prozent nicht erklärbare Lohndifferenz
Chancengleichheit ist bei McDonald’s ein wichtiger Pfeiler der Unternehmensphilosophie. Frauen und Männer sollen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Karrierechancen und den gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten. Um die Einhaltung dieser Grundsätze transparent belegen zu können, ist McDonald’s auf freiwilliger Basis mit der Gewerkschaft Unia dem Lohngleichheitsdialog des Bundes beigetreten. Gabriela Leone, Human Resources Director, führte an der Medienkonferenz aus: „Das Resultat der Analyse ist sehr gut. Der bis jetzt durch objektive Faktoren nicht erklärbare Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern von lediglich 0.7 Prozent belegt klar, dass McDonald’s Schweiz gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit bezahlt.“ Leone hofft, dass die positiven Erfahrungen von McDonald’s andere Unternehmen in der Gastronomie, aber auch andere Branchen inspirieren, im Rahmen des Lohngleichheitsdialogs einen vertieften Blick auf die Lohngleichheit zu werfen. (Lohngleichheitsdialog/mc/pg)

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