Lonza bekräftigt Guidance für 2013

Richard Ridinger
Lonza-CEO Richard Ridinger.

Lonza-CEO Richard Ridinger. (Foto: Lonza)

Basel – Der Lifesciencekonzern Lonza sieht sich auf Kurs, seine Ziele für das Jahresergebnis 2013 zu erreichen. Das Unternehmen bestätigt seine Guidance für ein EBIT-Wachstum von rund 10% gegenüber 2012. Das Geschäftsergebnis im ersten Quartal 2013 sei «solide» ausgefallen und habe den Erwartungen entsprochen, teilte das Unternehmen anlässlich des Business Update mit. Die zweite Jahreshälfte 2013 dürfte stärker als das erste Semester ausfallen.

Während das Specialty Ingredients Marktsegment ein «gutes» Ergebnis gezeigt habe, sei das Pharma&Biotech-Segment wie erwartet langsam gestartet. Strikte Kostenkontrollen und Prozessoptimierungen in der Organisation würden fortgeführt, so Lonza.

Entwicklung der Segmente
Das Marktsegment «Pharma&Biotech» zeigte den Angaben zufolge in allen Technologien eine gute Entwicklung der Pipeline. Das Segment habe aber wie erwartet eine tiefere Kapazitätsauslastung verzeichnet, was auf einen erhöhten Produktewechsel aufgrund der Einführung neuer Projekte sowie auf Projekt-Verzögerungen auf Kundenseite zurückzuführen sei. Das gesamte Netzwerk werde über die nächsten Quartale kontinuierlich hochgefahren, so Lonza.

Der Teilbereich Biological Manufacturing habe eine «gute» Pipeline-Entwicklung gezeigt. Das Beheben der Fertigungsprobleme in Hopkinton (USA) habe oberste Priorität. Lonza hatte im September 2011 wegen Qualitätsmängeln ein Warnschreiben von der FDA erhalten.

Für Custom Development meldet Lonza eine «gute» Nachfrage und das Media-Geschäft habe einen «guten» Umsatz gehabt. Budgetbegrenzungen hätten jedoch die akademischen und staatlichen Ausgaben in den USA beeinflusst und in Europa leide das Research und Testing Geschäft unter der verschlechterten Wirtschaftslage. Testing Solutions, mit einem starken Wachstum in der Asien-Pazifik-Region, befinde sich auf Kurs.

Im Marktsegment «Specialty Ingredients» erlebte Lonza zufolge einen «guten» Start ins Jahr mit «insgesamt ansprechender» Nachfrage in den meisten Bereichen. Alle Wachstumsprojekte seien auf Kurs.

Weniger Entlassungen in Visp möglich
Die Initiative «Visp Challenge» verzeichnet laut Lonza «gute Fortschritte» und die verschiedenen Massnahmen würden umgesetzt. Der Stellenabbau sei in der Implementierungsphase. Lonza gibt sich zuversichtlich, dass die Anzahl erforderlicher Entlassungen das ursprünglich kommunizierte Ausmass von einem Drittel von insgesamt 400 Stellen «deutlich» unterschreiten wird.

Die ebenfalls angekündigte Überprüfung der Corporate Functions-Struktur werde zu einer Verringerung von 100 Positionen weltweit über 24 Monate führen, heisst es weiter. Davon seien bereits 60 Positionen umgesetzt worden. Insgesamt habe Lonza im laufenden Jahr bis dato 141 Arbeitsplätze abgebaut, erklärte Konzernchef Richard Richinger an einer Telefonkonferenz. Wie viele Mitarbeiter Lonza zum Jahresende noch beschäftigen wird, konnte Richinger nicht kommunizieren: «Es müssen noch einige Entscheidungen getroffen werden.»

Produktionsstandort Swords in Irland wird geschlossen
Einen Entscheid hat Lonza betreffend seinem Netz an Produktionsstandorten gefällt: Die Stätte im irischen Swords wird noch im zweiten Quartal 2013 geschlossen. Die Kapazitätsauslastung an diesem Standort sei seit einiger Zeit nicht zufriedenstellend und eine Besserung sei nicht in Sicht. Die Aktivitäten würden aller Voraussicht nach im Juni 2013 eingestellt. Die in Swords hergestellten Produkte, würden an andere Standorte transferiert. Betroffen sind 32 Mitarbeitende und 11 Vertragsmitarbeitende. Ihnen soll ein «faires» Abfindungspaket offeriert werden.

Das sei aber erst ein erstes Ergebnis aus der Evaluation, weitere Standortentscheide würden im Jahresverlauf kommuniziert, so Richinger. Die Schliessungsentscheide würden jeweils unmittelbar auf Ad-hoc-Basis kommuniziert, versprach er. (awp/mc/pg)

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