Lonza kann Lachgas-Katalysator wohl wie geplant bis Ende 2021 einbauen

Lonza kann Lachgas-Katalysator wohl wie geplant bis Ende 2021 einbauen
Per Ende Januar 2020 erhielt Lonza die Baubewilligung seitens des Kantons und der Gemeinde und hat umgehend mit der Realisierung des Katalysators begonnen. (Foto: Lonza)

Basel – Das Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza kann trotz zwischenzeitlichen Verzögerungen die Lachgasquelle in seinem Werk in Visp wohl wie geplant bis Ende 2021 stopfen. Der rechtzeitigen Inbetriebnahme eines Katalysators stehe nun nichts mehr im Wege.

Externe Lieferprobleme, unter anderem bedingt durch die Coronavirus-Pandemie, hatten die termingerechte Fertigstellung der Katalysatoranlage in Frage gestellt. Die Lieferprobleme habe man inzwischen jedoch gelöst, teilte Lonza am Donnerstag mit.

Daher werde die Anlage – nach heutigem Wissensstand – wie geplant vor Ende 2021 fertiggestellt. Bedingung sei, dass die Belieferung nach Plan geschehe und namentlich keine weiteren coronabedingten Verzögerungen aufträten.

Der Katalysator wird laut Lonza die Lachgasemissionen des Werks um mindestens 98 Prozent senken. Die Umsetzungskosten von 12 Millionen Franken würden von der Firma vorfinanziert.

Klimakiller
Das klimaschädliche Gas entsteht bei der Produktion des Vitamins Niacin (B3), und zwar rund 1800 Tonnen davon. Lachgas, oder Distickstoffmonoxid, verursacht einen 300 Mal stärkeren Treibhauseffekt als CO2.

Die Emissionen der Lonza-Fabrik entsprechen also rund 540’000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Die Niacin-Produktion im Wallis verursacht also fast ein Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz.

Die Produktionsanlage der Lonza in Visp ist seit 1971 in Betrieb. Das Unternehmen hatte die Emissionen bei einer periodischen Messung selbst festgestellt und die Öffentlichkeit im Februar 2020 informiert. (awp/mc/ps)

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