Medacta schliesst 2021 mit Gewinnplus ab – Sorgt sich 2022 um negative Einflüsse

Francesco Siccardi
Francesco Siccardi, CEO Medacta. (Foto: zvg)

Castel san Pietro – Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta hat im Geschäftsjahr 2021 dank eines deutlich gestiegenen Umsatzes auch unter dem Strich mehr verdient. Den Aktionären soll denn auch erstmals eine Dividende bezahlt werden. Im laufende Jahr strebt die Gesellschaft weiteres Umsatzwachstum an, warnt aber vor negativen Einflüssen.

Der um Sonderkosten bereinigte EBITDA stieg um 21,5 Prozent auf 107,1 Millionen Euro und die entsprechende Marge auf 29,5 von 29,1 Prozent. Unter dem Strich wurde ein 39 Prozent höherer Reingewinn von 51,5 Millionen Euro erzielt. Dennoch lag die Profitabilität unter den Erwartungen der Analysten.

Von der Gewinnsteigerung sollen auch erstmals die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Ausschüttung von 0,54 Franken pro Aktie vor. Bereits seit Ende Januar ist die Umsatzentwicklung bekannt: die Verkäufe stiegen um 20 Prozent auf 363,1 Millionen Euro.

Wachstum habe man 2021 in allen Regionen und allen Geschäftssparten erzielt, heisst es. Es sei durch Kundenakquisitionen sowie durch die Normalisierung der chirurgischen Aktivitäten vorangetrieben worden.

Weiteres Wachstum angestrebt
Für das Jahr 2022 strebt Medacta weiteres Wachstum an. Dafür werde man den Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes mit Schwerpunkt auf dem US-Markt fortsetzen. Darüber hinaus setze man auf Produktinnovationen und erwarte im Laufe des Jahres mehrere vollständige Markteinführungen.

Mit Blick auf die Finanzkennzahlen geht das Unternehmen laut Mitteilung für 2022 von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 400 bis 414 Millionen Euro aus. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 29 Prozent liegen innerhalb einer Bandbreite von 100 Basispunkten.

«Die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Personalmangels in Krankenhäusern, der in den ersten Monaten dieses Jahres in einigen Regionen immer noch stark ausgeprägt war, sowie Inflation, Lieferketten und geopolitische Probleme könnten unsere Leistung negativ beeinflussen», heisst es einschränkend in der Mitteilung. (awp/mc/ps)

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