Medien- und Unterhaltungsbranche stark gewachsen

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Streaming (Foto: Spotify)

Streaming- und Abonnement-Modelle sind in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch. (Foto: Spotify)

Zürich – Die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche ist im letzten Jahr um 3,8% gewachsen und damit schneller als der Rest der Schweizer Wirtschaft. Insgesamt gaben Konsumenten laut einer Studie 13 Mrd Franken aus.

Der Schweizer Markt wuchs damit im vergangenen Jahr stärker als noch 2013 (+2,7%). Und die Aussichten bleiben intakt: Für das laufende Jahr ist gemäss einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC Schweiz mit einem Wachstum um 2,2% auf 13,3 Mrd Franken zu rechnen. Auch für die folgenden Jahre gehen die Berater von einer jährlichen Wachstumsrate von 2,2% aus. 2019 dürfte der Umsatz damit auf 14,6 Mrd Franken ansteigen.

Streaming- und Abo-Modelle auf dem Vormarsch
Da den Nutzern der Konsum von Inhalten deutlich wichtiger sei, als ihn zu besitzen, seien Plattformen, die Inhalte zusammenziehen, Streaming- und Abonnement-Modelle weiter auf dem Vormarsch, stellt die Studie fest.

Die Produzenten der Inhalte – ob Spiele, Filme, Musik, Zeitungsartikel oder Magazinbeiträge – rücken laut PwC dadurch in den Hintergrund und müssen ihre Marktposition neu finden. Für die Medienunternehmen bedeute dies, dass mit jedem Digitalisierungsschub die formatübergreifende Konkurrenz wachse – vor allem auch aus branchenfremden Bereichen.

Vernetzung als Schlüssel zur Weiterentwicklung
Vernetzung ist laut dem Beratungsunternehmen der Schlüssel zur Weiterentwicklung der gesamten Branche und bietet für die bestehenden Plattformen gewaltiges Potenzial – medienübergreifend und auf allen Geräten. Spiele, Musik, Filme, Artikel aus verschiedensten Zeitungen und Magazinen, zugänglich auf einer Plattform, sind momentan die bevorzugte Art der Mediennutzung.

Die Zukunft der Unternehmen in der Unterhaltungs- und Medienbranche liege in massgeschneiderten Angeboten, betont Patrick Balkanyi von PwC Schweiz. Schweizer Unternehmen müssten darauf achten, im immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Sie müssten neue Arten der Zusammenarbeit, neue Arten von Produkten und Geschäftsstrategien und neue Preismodelle prüfen und entwickeln. (awp/mc/pg)

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