Mehr Ferien als Antwort auf veränderte Arbeitswelt

Martin Flügel

Travail-Suisse-Präsident Martin Flügel.

Bern – Vier Wochen Ferien hält der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse für ungenügend. Am Freitag hat er die Abstimmungskampagne zu seiner Initiative «6 Wochen Ferien für alle» lanciert. Laut einer Umfrage wollen 57% am 11. März ein Ja in die Urne legen.

Drei Viertel der Bevölkerung und fast 90% der Erwerbstätigen wünschen sich mehr Ferien als die heute gesetzlich vorgesehenen vier Wochen. Nur gerade 14% sind mit dem Status Quo zufrieden. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die Travail.Suisse in Auftrag gegeben hat. Am häufigsten zusätzliche Ferien wünschen sich die Jungen mit fast 90%. Aber auch bei den über 55-Jährigen ist eine klare Mehrheit von 63% der Meinung, dass mehr als vier Wochen Ferien angemessen sind, wie es in einer Mitteilung des Nationalen Initiativ-Pro-Komitees heisst.

Generationenkonflikt bei Abstimmung
57% der Befragten würden der Initiative zustimmen. Dies zeige, dass sich die Bevölkerung und die Erwerbstätigen um die grosse Bedeutung der Erholung wüssten. Dies gerade auch bei steigenden Arbeitszeiten, steigendem Druck und noch höherem Arbeitstempo. Gemäss Umfrage zeichnet sich ab, dass sich die pensionierten Personen gegen die Initiative stellen. Es könnte also sein, dass die Pensionierten eine Verbesserung für die Jungen und die Familien verhinderten. Hier bahne sich ein Generationenkonflikt an, heisst es weiter. Die Umfrage wurde vom Institut Demoscope bei 1007 Personen durchgeführt. (awp/mc/ps)

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