Meyer Burger H1: Umsatz bricht ein

Peter Pauli

Meyer-Burger-CEO Peter Pauli.

Thun – Der Solarzulieferer Meyer Burger hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2012 einen Umsatz von rund 307 Mio CHF erzielt, entsprechend einem Einbruch gegenüber dem Vorjahr von rund 47%. Angesichts der weiterhin bestehenden Überkapazitäten auf Seiten der Zell- und Modulhersteller sei die Nachfrage vieler Kunden erwartungsgemäss zurückhaltend geblieben, teilte Meyer Burger am Mittwoch mit.

Die angespannte Situation in der Photovoltaikbranche habe sich wie erwartet im ersten Halbjahr unvermindert fortgesetzt. In diesem schwierigen Umfeld seien neue Aufträge im Wert von 130 Mio CHF eingegangen. Dies sind im Vergleich zum Vorjahr über 80% weniger. Mit einem Auftragsbestand von rund 670 Mio per Ende Juni 2012 sei damit zu rechnen, dass noch ein gewisser Teil davon im laufenden Jahr umsatzwirksam realisiert werden könne.

Optimierungs- und Konzentrationsprogramm
Das Ergebnis auf Stufe EBITDA sei mit 3 bis 5 Mio CHF positiv. Dieser operative Gewinn war beeinflusst von der Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum und von der Umsetzung des für 2012 angekündigten Optimierungs- und Konzentrationsprogramms. Bis zur Jahresmitte sei ein wesentlicher Teil der geplanten Optimierungs- und Konzentrationsprojekte erfolgreich umgesetzt worden. Spürbare positive Auswirkungen hinsichtlich der angestrebten Kosteneinsparungen würden im zweiten Semester 2012 erzielt. Die volle Entfaltung der Massnahmen und eine nachhaltige Senkung der operativen Kosten werden ab 2013 erwartet.

Guidance in unterer Hälfte der Bandbreite
Im Ausblick schreibt Meyer Burger, dass eine klare Abschätzung nach wie vor schwierig sei, wann die Überkapazitäten im Photovoltaikmarkt abgebaut sein würden und positive Nachfragesignale wieder neue grössere Investitionsprogramme bei den Zell- und Modulherstellern auslösen würden.

Aus heutiger Sicht würden deshalb die Zielbandbreiten für das Gesamtjahr 2012 bestätigt. Demnach soll der Umsatz in der unteren Hälfte der Bandbreite zwischen 600 und 800 Mio CHF zu liegen kommen und die EBITDA-Marge in der unteren Hälfte der Bandbreite von 4 bis 8%.

Der detaillierte Halbjahresbericht wird am 16. August veröffentlicht. (awp/mc/ps)

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