Mikron mit mehr Umsatz und höherem Betriebsgewinn

Bruno Cathomen
Bruno Cathomen, CEO Mikron.

Bruno Cathomen, CEO Mikron.

Biel – Der Mikron Gruppe ist es im ersten Halbjahr 2013 gelungen, den Umsatz um 11% auf CHF 119,6 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 107,8 Mio.) und den EBIT um CHF 1,9 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 0,5 Mio.) auf CHF 2,4 Mio. zu verbessern. Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet die Gruppe weiterhin mit einem Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres, die EBIT-Marge dürfte allerdings rückläufig sein, wie die Maschinenbaugruppe am Freitag mitteilte.

Die Mikron Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 einen Bestellungseingang von CHF 117,1 Mio. Damit ist dieser höher als im zweiten Halbjahr 2012, aber tiefer als im ersten Halbjahr 2012 (CHF 135,2 Mio., -13%). Als Märkte nach wie vor dominierend sind die Automobilindustrie mit 35% Anteil (erstes Halbjahr 2012: 54%) sowie die Pharma- und Medizinalgeräteindustrie mit 42% (erstes Halbjahr 2012: 15%). Den Umsatz konnte die Mikron Gruppe im ersten Halbjahr 2013 insgesamt um 11% auf CHF 119,6 Mio. steigern (erstes Halbjahr 2012: CHF 107,8 Mio.). Während das Geschäftssegment Automation den Wert der entsprechenden Vorjahresperiode um 31% verbesserte, reduzierte sich dieser beim Segment Machining um 2% – eine Auswirkung des rückläufigen Bestellungseingangs seit dem dritten Quartal 2012.

Angesichts des schwierigen Marktumfelds erzielten insbesondere die beiden Schweizer Produktionswerke des Geschäftssegments Machining in Agno eine ansprechende Profitabilität. Im Geschäftssegment Automation hingegen führten erhebliche Mehraufwendungen bei einzelnen Kundenprojekten zu einem enttäuschenden Ergebnis. Das Management reagierte darauf mit verschiedenen Massnahmen. Insgesamt erzielte die Mikron Gruppe im ersten Halbjahr 2013 einen EBIT von CHF 2,4 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 0,5 Mio.). Dies entspricht einer Marge von 2,0% (erstes Halbjahr 2012: 0,5%).

Unterschiedliche Entwicklungen bei Mikron Automation
Die Märkte des Geschäftsbereichs Automation entwickelten sich sehr unterschiedlich. In der geografischen Betrachtung kühlte der Hauptmarkt Deutschland merklich ab, während aus den USA und aus Asien – insbesondere aus China – neue Impulse zu verzeichnen waren. Insgesamt erzielte Mikron Automation einen guten Bestellungseingang von CHF 73,0 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 63,6 Mio.), was zu einem Auftragsbestand von CHF 77,5 Mio. führte (erstes Halbjahr 2012: CHF 68,3 Mio.). Der Umsatz lag bei CHF 54,5 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 41,5 Mio.). Entsprechend gut war die Auslastung an allen Standorten. Dass sich die positive Entwicklung des Umsatzes nicht im Ertrag widerspiegelt, ist auf verschiedene anspruchsvolle Kundenprojekte mit zum Teil neuartigen Applikationen zurückzuführen, die markante Mehraufwendungen erforderten. Zudem belastete eine Wertberichtigung auf immateriellen Anlagen von CHF 1,5 Mio. das Resultat.

Mikron Machining gut ausgelastet
Trotz eines wesentlich tieferen Auftragsbestands und eines kleineren Bestellungseingangs als im ersten Halbjahr 2012 war das Geschäftssegment Machining in der ersten Jahreshälfte 2013 gut ausgelastet. Dank der Nachfragesteigerung aus den USA im Service- und Werkzeuggeschäft konnte Mikron Machining einen Teil der fehlenden Bestellungen aus Deutschland kompensieren. Die Umsätze mit asiatischen Kunden waren insgesamt zufriedenstellend, obwohl die Nachfrage nach Maschinen für die Schreibzeugindustrie gering war. Insgesamt erzielte Mikron Machining einen Bestellungseingang von CHF 44,2 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 71,7 Mio.) und einen Umsatz von CHF 65,2 Mio. (erstes Halbjahr 2012: CHF 66,3 Mio.). Der relativ tiefe Auftragsbestand bereits zu Jahresbeginn hat sich weiter reduziert auf CHF 30,5 Mio. Dies ist 55% tiefer als Ende des ersten Halbjahres 2012. Alle Standorte des Geschäftssegments Machining waren insgesamt zufriedenstellend ausgelastet. Dies allerdings bei starken Schwankungen und mit rückläufiger Tendenz. Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Massnahmen zur kurz- und mittelfristigen Kapazitätsanpassung haben gewirkt und eine ansprechende Profitabilität möglich gemacht.

Zurückhaltender Ausblick
Es bleibt für die Mikron Gruppe schwierig, die Entwicklung der einzelnen Märkte in der zweiten Jahreshälfte vorauszusagen. Dies betrifft insbesondere die Investitionstätigkeit der Automobilindustrie. In beiden Geschäftssegmenten sind interessante Verkaufsgespräche weit fortgeschritten. Insgesamt geht Mikron von einer stabilen wirtschaftlichen Situation in Europa und einem leichten Wachstum in den USA sowie in Asien aus. Für das Geschäftssegment Automation erwartet die Gruppe aufgrund des guten Auftragsbestandes eine höhere Auslastung, einen höheren Umsatz und folglich auch Ertragsfortschritte. Aufgrund des gesunkenen Auftragsbestands wird das Geschäftssegment Machining nicht an die starken Quartale der jüngsten Vergangenheit anknüpfen können. Die laufenden Vorverhandlungen für verschiedene Projekte stimmen Mikron aber zuversichtlich, dass sich die Auftragslage im zweiten Halbjahr 2013 verbessern wird. Insgesamt rechnet die Gruppe für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres und mit einem Rückgang der EBIT-Marge. (Mikron/mc/ps)

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