Mikron schreibt 2025 klar verbesserte Gewinnzahlen

Mikron schreibt 2025 klar verbesserte Gewinnzahlen
(Foto: Mikron)

Boudry – Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Mikron hat 2025 den Gewinn dank gestiegener Umsätze und einer verbesserten Marge erhöhen können. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen aber wieder mit rückläufigen Verkäufen und mit neuem Druck auf die Margen.

Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich im vergangenen Jahr um knapp 24 Prozent auf 39,5 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die entsprechende Marge kletterte auf 10,3 Prozent nach 8,5 Prozent im Jahr davor. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 32,5 Millionen Franken – 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vom verbesserten Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren: Sie erhalten eine Dividende von 0,60 Franken je Titel, nachdem Mikron im Vorjahr noch 0,50 Franken pro Titel ausgeschüttet hatte.

Kostensenkungsprogramm bei Machining Solutions
Wie das Neuenburger Unternehmen bereits im Januar mitgeteilt hatte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent auf 381,4 Millionen Franken. Dabei bekam Mikron den starken Franken zu spüren: Währungsbereinigt lag der Umsatzanstieg bei 4,1 Prozent. Die beiden wichtigsten Wachstumstreiber, die Pharma- und die Medizintechnikindustrie, trugen 66 Prozent (2024: 61 Prozent) zum Nettoumsatz bei.

Das grössere Geschäftssegment Automation konnte den Umsatzanstieg im vergangenen Jahr dabei um 7,2 Prozent auf 250,1 Millionen Franken verzeichnen. Dagegen resultierte im Segment Machining Solutions ein Umsatzrückgang um 6,2 Prozent auf 132,0 Millionen Franken.

Um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, werde das Geschäftssegment Machining Solutions nun ein Kostensenkungsprogramm umsetzen, aber auch seine Produktions- und Betriebsstandorte ausbauen, heisst es.

US-Aufträge unter den Erwartungen
Der Bestellungseingang der Gruppe sank, wie ebenfalls bereits mitgeteilt, um 14,4 Prozent auf 332,7 Millionen Franken. Dabei verzeichneten sowohl das Segment Automation (-12,4 Prozent) als auch Machining Solutions (-18,6 Prozent) klare Rückgänge.

Vor allem in den USA blieb der Auftragseingang bei Automation hinter den Erwartungen zurück, was Mikron auf verlängerte Entscheidungsprozesse bei Kunden sowie Projektverschiebungen in der Pharma- und Medizintechnikbranche zurückführt. Machining Solutions verzeichnete derweil verhaltene Investitionen in Europa, dies nicht zuletzt wegen geopolitischer Unsicherheiten und der US-Zölle.

Tieferer Umsatz erwartet
Gegen Ende 2025 musste Mikron in beiden Geschäftssegmenten einen Rückgang des Bestellungseingangs verzeichnen. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass der Rückgang bei Automation nur vorübergehend ist. Dagegen werde Machining Solutions durch eine anhaltende allgemeine Marktschwäche belastet, sodass eine Trendwende schwer vorherzusagen sei, so Mikron.

Insgesamt erwartet das Unternehmen für 2026 einen tieferen Nettoumsatz im Bereich von 340 bis 380 Millionen Franken. Die operative Betriebsgewinnmarge wird im Bereich von 7 bis 10 Prozent und damit ebenfalls unter dem Wert von 2025 erwartet. (awp/mc/ps)

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