Montana Aerospace setzt im Semester bei höherem Verlust etwas mehr um

Montana Aerospace setzt im Semester bei höherem Verlust etwas mehr um
(Bild: Montana Aerospace)

Reinach – Der Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace publizierte am Montag sein erstes Halbjahresergebnis nach dem Börsengang vom Mai. Der Umsatz legte dabei im Vergleich zum Vorjahr minim zu, gleichwohl erhöhte sich der Verlust. Das Unternehmen macht nun eine steigende Nachfrage im Flugzeugbau aus.

Der Umsatz von Montana Aerospace erhöhte sich im Vergleich zum noch starken ersten Semester 2020 um 1 Prozent auf 348,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei habe sich allerdings ein differenziertes Bild in der Sektorberichterstattung ergeben.

Entsprechend der Flaute im Luftfahrtgeschäft reduzierte sich nämlich der Umsatz mit der Luftfahrtindustrie um 27 Prozent auf 116,3 Millionen Euro. Der Markt für den Flugzeugbau war in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 noch nicht oder kaum von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. So gingen die Bauraten für verschiedene Modelle der beiden grossen Produzenten Airbus und Boeing im ersten Halbjahr 2021 zwischen 30 und 80 Prozent zurück.

Der Umsatz spiegle somit die Steigerung der Verkäufe durch das Hochfahren von zwei neuen Werksanlagen und die gewonnenen Grossaufträge wider, heisst es. Extrusionsteile und -strukturen aus Schwerlegierungen, ein wesentlicher Bestandteil des Kerngeschäfts im Bereich der Flugzeugstrukturen, seien in der Regel ein Frühindikator für die Verbesserung des Luftfahrtgeschäfts, da diese Strukturen die wichtigsten Elemente bei der Herstellung eines Flugzeugs darstellten. Nach einem schwachen Jahresauftakt zeichne sich hier seit April eine massive Nachfrage ab.

Hoher Auftragsbestand
Entsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand seit dem Zeitpunkt des Börsengangs im Mai um 400 Millionen Euro, womit sich dieser aktuell auf 4,3 Milliarden Euro beläuft.

Mit Blick auf die Ergebnisse sieht es Montana Aerospace als Erfolg, den operativen Gewinn auf Stufe EBITDA mit 16,2 Millionen beinahe auf dem Vorjahresniveau gehalten zu haben. Auf Stufe EBIT erhöhte sich jedoch der Verlust um mehr als die Hälfte auf 18,5 Millionen und der Reinverlust um rund einen Viertel auf 25,7 Millionen.

Für den Rest des Jahres stellt das Unternehmen eine stetige Umsatzsteigerung bis auf ein Niveau von rund 750 Millionen Euro in Aussicht, dies unter Ausklammerung von Akquisitionen. Die Anzeichen einer Erholung der Luftfahrtindustrie seien vielversprechend und mit den Investitionen, die vor und während der Pandemie getätigt wurden, sei man bestens darauf vorbereitet, überproportional an der positiven Entwicklung teilzuhaben.

Das Unternehmen sieht sich auch «für die kommenden Quartale mehr als gerüstet». Die Erwartungen für die Folgejahre seien entsprechend erhöht worden. Für die Jahre 2022 bis 2024 erwartet das Unternehmen höhere Bauraten bei den Flugzeugen und grössere Verträge. Dann seien «explizit auch höhere Umsätze und Ergebnisse zu erwarten».

Mit der Verbesserung der operativen Margen soll sich zudem auch die Profitabilität proportional entwickeln. (awp/mc/ps)

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