Nach Frankenschock: Detailhandel mit deutlich weniger Umsatz

Detailhandel
(Foto: Eisenhans - Fotolia.com)

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Hergiswil – Der Schweizer Detailhandel hat im 1. Halbjahr 2015 gegenüber der Vorjahresperiode ein Minus von 1.9 Prozent hinnehmen müssen. Alle Hauptmärkte liegen im Minus, wobei der Lebensmittelhandel weiterhin besser abschneidet als die Non-Food-Märkte. Die Aufhebung des Euromindestkurses zeigt mittlerweile ihre Auswirkungen, in dem sich in vielen Märkten zusehends tiefere Durchschnittspreise manifestieren, wie das Marktforschungsinstitut GfK meldet.

Nachdem im Vergleich zu 2013/2014 noch fast alle Märkte ein leichtes Plus erzielten, sind nun im ersten Halbjahr 2015 alle Märkte ins Minus gerutscht. Der Lebensmittelhandel (-1.3 Prozent) und der Non Food-Handel (-3.2 Prozent) liegen nun beide im Minus. Im Bereich Freizeit wurde für Sportgeräte oder Fahrräder fast 5% weniger ausgegeben und auch im Fashion/Style-Bereich war der Rückgang mit -4.2 Prozent deutlich spürbar.

Deutlich tiefere Preise
Preissenkungen machen sich weiterhin sehr stark in den Non Food-Märkten bemerkbar, deren Produkte einer hohen (Online-)Preistransparenz ausgesetzt sind. Der Schweizer Handel hatte nach der Aufhebung des Euromindestkurses sehr schnell reagiert. Bereits Tage danach wurden hohe Rabatte auf das ganze Sortiment angepriesen, tausende von Produkten wurden verbilligt. Im 2. Halbjahr 2015 wird es sich zeigen, ob die getroffenen Massnahmen genügen, um der Abwanderung der Käufer ins Ausland entgegen wirken zu können. (GfK/mc/pg)

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