Nobel Biocare sieht Turnaround im Plan

Richard Laube

Nobel Biocare-CEO Richard Laube. (Foto: Nobel Biocare)

Glattbrugg – Der Weltmarkt für Dentalimplantate und der Absatz des Herstellers Nobel Biocare haben sich im ersten Quartal 2014 wie vom Management erwartet langsam erholt. Die Unternehmensleitung sieht sich beim Turnaround im Plan und bestätigt den Ausblick. Deutlich belastet wurde der Zwischenabschluss bei der Umrechnung in die Konzernwährung Euro jedoch durch Wechselkursverschiebungen. Hingegen zeigen Kostensenkungsbemühungen gewisse Erfolge.

Der Umsatz des Unternehmens sank in der Berichtsperiode um 1,9% auf 138,8 Mio EUR, zu konstanten Wechselkursen (kWk) wurde jedoch ein Anstieg um 2,8% erzielt, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Auf der Kostenseite wurden Fortschritte erzielt, wobei der Konzern hier von der Wechselkursentwicklung profitierte. Der EBIT stieg so um 0,2% auf 19,0 Mio, die entsprechende Marge um 0,3 Prozentpunkte auf 13,7% (kWk +1,3 auf 14,6%).

Unter dem Strich sank der Reingewinn um 5,8% auf 12,5 Mio EUR. Der Rückgang ist vor allem auf das schlechtere Finanzergebnis zurückzuführen, während sich der Steueraufwand verringerte. Mit den vorgelegten Zahlen wurden Prognosen der Analysten beim EBIT übertroffen, ansonsten leicht verfehlt.

Wachstum in allen Märkten
In den ersten drei Monaten hat das Dentalimplantat-Unternehmen die Verkäufe in Lokalwährungen in allen Märkten gesteigert. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika wuchs der Umsatz um 1,9% (60,9 Mio EUR). Angetrieben haben laut Mitteilung starkes Wachstum in Spanien, Belgien, Grossbritannien und Schweden. Die grössten Märkte wie Frankreich, Italien und Deutschland hätten hingegen einen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Geschäfte in Russland seien unter dem negativen Einfluss der Lage in der Region gestanden.

In der Region Americas stieg der Umsatz um 2,5% (53,5 Mio EUR). In den USA sei der Umsatz sowohl bei den Implantatsystemen als auch bei den individualisierten Produkten gewachsen, obwohl Kunden im mittleren Westen und Nordosten des Landes bis Anfang März unter äusserst schlechten Wetterbedingungen gelitten hätten.

Erholung in Japan bestätigt
In der Region Asien/Pazifik wuchs der Absatz um 5,7% (24,4 Mio EUR). Dabei habe sich in Japan die im Schlussquartal 2013 beobachtete Erholung bestätigt und in den ersten drei Monaten 2014 zu einem Umsatzwachstum von 10,3% geführt. Im Weiteren habe auch Alpha-Bio Tec ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erzielt.

Nach Produktbereichen aufgeschlüsselt nahm der Absatz der Implantat-Systeme (zu kWk) um 2,9% zu, wobei diese 85% des Konzernumsatzes ausmachten. Die individualisierten Produkte wuchsen um 2,3%.

Turnaround verläuft nach Plan
„Der Turnaround verläuft nach Plan und trotz nach wie vor schwierigen Marktbedingungen ist es uns gelungen, im vierten Quartal in Folge ein Umsatzwachstum zu konstanten Währungskursen zu erzielen“, wird CEO Richard Laube in der Mitteilung zitiert. „Die Programme zur Effizienzverbesserungen zeigten ebenfalls erste Erfolge.“

So sanken im Berichtsquartal die allgemeinen Kosten um 10% (zu kWk) und die Verkaufs- und Marketingaufwendungen um 0,2%. Derweil nahmen die Investitionen in die Forschung und Entwicklung um 7,6% zu.

Guidance bestätigt
Was die Rahmenbedingungen anbetrifft geht das Management für 2014 weiterhin von einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft und einem Wachstum des globalen Dentalimplantatmarktes im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Auf dieser Grundlage und der Basis des Geschäftsgangs in den ersten drei Monaten hat der Konzern die Guidance für das Gesamtjahr bestätigt. So wird für 2014 weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 4% und einer Verbesserung der EBIT-Marge um rund 100 Basispunkte (jeweils zu kWk) gerechnet, letzteres unter Ausschluss der Kosten für die Neuausrichtung. Als Richtschnur gilt eine 2013er EBIT-Marge von 12,1%. (awp/mc/pg)

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