Novartis betont eigene Stärken – Sieht sich gewappnet für weiteres Wachstum

Joe Jimenez
Novartis-CEO Joe Jimenez. (Foto: Novartis)

Novartis-CEO Joe Jimenez. (Foto: Novartis)

Basel – Das Management von Novartis sieht den Pharmakonzern gut gewappnet für künftiges Wachstum. Anlässlich des Investorentages «Meet Novartis Management», der zum dritten Mal abgehalten wird, hebt das Unternehmen seine eigenen Stärken und Wachstumsperspektiven hervor, wie aus einer Medienmitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

Mit den beiden Mitteln Cosentyx und Entresto habe Novartis eine starke Basis für künftiges Wachstum gelegt, wird CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig halten wir führende Positionen in der Augenheilkunde, der Onkologie und bei Biosimilars.»

Umbau der Pharma-Sparte soll Fokus stärken
Der erst kürzlich beschlossene Umbau der Pharmasparte werde zudem helfen, den Fokus des Managements zu stärken und ermögliche schnellere Entscheidungen vor allem in jenen Gebieten, die für das künftige Wachstum entscheidend seien, ergänzt der CEO. Novartis hatte erst vergangene Woche angekündigt, seine Pharmasparte zum 1. Juli 2016 in die beiden neu geschaffenen Geschäftseinheiten Novartis Pharmaceuticals und Novartis Oncology aufzuteilen. Sie sind beide CEO Jimenez unterstellt und bilden zusammen wiederum die neue Division Innovative Medicines.

Mit Blick auf die Investorenveranstaltung werde das Novartis-Management in der Pharmasparte ein Update für Entresto und Cosentyx geben. So habe sich das Herzmittel Entresto in Europa stark entwickelt. Zudem sollen die erst am Wochenende veröffentlichten Empfehlungen von Kardiologen in den USA und Europa beleuchtet werden. Dies dürfte gerade mit Blick auf den bislang schleppend verlaufenen Markteintritt in den USA interessant sein. Grundsätzlich hält CEO Jimenez an seiner früheren Prognose fest, dass Entresto Spitzenumsätze von etwa 5 Mrd USD erzielen könne, wie aus einer Präsentation hervorgeht.

Beim Mittel Cosentyx zur Behandlung verschiedener Autoimmunerkrankungen werde Novartis ebenfalls die bisher starke Entwicklung in allen Indikationen beleuchten, heisst es weiter.

Zudem werde die Pharmasparte einen Überblick über ihre Pipeline-Projekte geben, darunter RLX030 (Serelaxin) gegen Herzversagen sowie OMB 157 (Ofatumumab) gegen Multiple Sklerose.

Führende Rolle in Immun-Onkologie angepeilt
Im Onkologie-Bereich werde das Management seine bisherigen Anstrengungen in der Immun-Onkologie präsentieren. So sei geplant, 15 Moleküle bis Ende 2016 in klinische Tests zu überführen. Gleichzeitig werde Novartis seine Strategie aufzeigen, mit der man plane, eine führende Rolle in der zweiten Welle der Immun-Onkologie einzunehmen.

Auch werde man nochmals einen Blick auf den vorzeitig eingestellten späte Phase III-Test mit dem Wirkstoff LEE011 (Ribociclib) für die Therapie von Brustkrebs eingehen. In der Studie «MONALEESA-2» wurde der Wirkstoff LEE011 in Kombination mit dem Medikament Letrozol bei Frauen in der Menopause getestet, bei denen HR+/HER2 fortgeschrittenem Brustkrebs diagnostiziert war. Die Resultate hatten gezeigt, dass die Behandlung eine wirksame Behandlungsoption für an Brustkrebs erkrankte Frauen sei.

Die Generikasparte Sandoz werde ein Update über seine Biosimilar-Strategie und Pipeline geben. Bei der Augensparte Alcon biete die Veranstaltung Investoren und Analysten die Möglichkeit, erstmals den neuen Chef der Augensparte Alcon, Mike Ball, zu treffen. Dabei könnten sie weitere Einsichten in die Perspektiven der Sparte bekommen. (awp/mc/ps)

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