Novartis-CEO Narasimhan bestätigt Wachstumskurs und Pipeline-Fokus

Novartis-CEO Narasimhan bestätigt Wachstumskurs und Pipeline-Fokus
Novartis-CEO Vasant (Vas) Narasimhan. (Foto: Novartis)

Basel – Novartis-Chef Vas Narasimhan hat an der Generalversammlung des Pharmakonzerns die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und die Ausrichtung auf Innovation, globale Märkte und nachhaltige Wirkung bekräftigt. Novartis habe 2025 solide Ergebnisse erzielt und sei gut positioniert, um trotz kommender Herausforderungen weiter zu wachsen, sagte Narasimhan am Freitag in Basel.

Der Konzern habe seine Strategie eines reinen Anbieters innovativer Medikamente konsequent umgesetzt und damit langfristig wertsteigernd für Aktionäre gewirkt, sagte der Konzernchef. In den letzten fünf Jahren stiegen die Nettoumsätze im Durchschnitt um 8 Prozent, der operative Kerngewinn um 15 Prozent. Mit einem Kernmargen-Ziel von 40 Prozent, ursprünglich für 2027 geplant, habe Novartis diesen Meilenstein bereits zwei Jahre früher erreicht. Die Aktionäre profitierten mit einer Gesamtrendite von 129 Prozent – deutlich über dem Swiss Market Index.

Pipeline wächst
Gleichzeitig habe die Pipeline weiter Fahrt aufgenommen, sagte Narasimhan. 2025 wurden 29 Zulassungen erreicht und 29 Einreichungen vorgenommen, darunter neue Indikationen und frühere Therapielinien für Patienten. So könnten US-Prostata-Patienten Pluvicto früher im Behandlungsverlauf erhalten, Rhapsido sei in den USA die erste orale Behandlung gegen chronische spontane Urtikaria.

Narasimhan unterstrich die Bedeutung gezielter externer Investitionen. Novartis habe strategische Lizenzierungen und Übernahmen getätigt, um die Pipeline zu stärken.

Auch globale Gesundheit und Nachhaltigkeit blieben zentrale Themen, sagte er weiter. Mit der Einführung von Coartem Baby in Ghana und dem Phase-III-Erfolg von KLU156 setze Novartis neue Akzente in der Malariabekämpfung.

Wachstum trotz Patentabläufen
Für 2026 erwartet Novartis die grössten Umsatzeinbussen durch Patentabläufe in der Unternehmensgeschichte (Entresto, Promacta, Tasigna in den USA). Trotzdem soll das Wachstum fortgesetzt werden, mit einem erwarteten Nettoumsatzanstieg im niedrigen einstelligen Bereich.

Geplant seien 28 wichtige Zulassungen oder Einreichungen sowie neun wichtige Studienergebnisse und sechs Studienstarts – viele in Bereichen ohne bisherige Therapien. Der CEO bekräftigte die vier Kerntherapiegebiete und die Nutzung der Technologieplattformen als Wettbewerbsvorteil.

Novartis bleibe auf Kurs, die mittelfristige Prognose von 5 bis 6 Prozent durchschnittlichem jährlichen Umsatzwachstum bis 2030 zu erreichen und die Kernmarge ab 2029 wieder über 40 Prozent zu führen. In den nächsten zwei Jahren werden laut Narasimhan mehr als 15 readoutfähige Studien und rund 30 potenziell hochbewertete Pipeline-Assets erwartet.

«Unsere Strategie liefert, unsere Pipeline wächst, und unsere Teams setzen diszipliniert um», sagte Narasimhan. (awp/mc/ps)

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