Novartis offenbar auch im Visier der türkischen Staatsanwaltschaft

Joe Jimenez
Novartis-CEO Joe Jimenez. (Foto: Novartis)

Novartis-CEO Joe Jimenez. (Foto: Novartis)

Basel – Der Pharmakonzern Novartis ist im Rahmen einer angeblichen Korruptionsaffäre offenbar auch ins Visier des türkischen Staatsanwalts gerückt. Dieser habe ein Ermittlungsverfahren gegen Novartis eröffnet, berichtete am Freitag die Nachrichtenagentur Anatolia.

Gemäss Reuters will sich kommende Woche das türkische Gesundheitsministerium zu den Untersuchungen bei Novartis äussern. Seit Wochenmitte kursieren Berichte, wonach die Basler in der Türkei mit möglichen Korruptionsvorwürfen konfrontiert sei.

Vorwurf von Geschäftsvorteilen über 85 Mio USD
Erst am Donnerstag hatte Novartis diese zurückgewiesen. Reuters hatte berichtet, dass das türkische Gesundheitsministerium aktuell Bestechungsvorwürfen nachgehe, ohne dabei ein bestimmtes Unternehmen genannt zu haben. Die Behörde prüfe Anschuldigungen, wonach sich ein Pharmaunternehmen Geschäftsvorteile in Höhe von geschätzten 85 Mio USD verschafft haben soll. Genau diese Summe wurde in Zusammenhang mit den Berichten zu Novartis erwähnt.

Novartis selbst hatte gegenüber AWP am Donnerstag festgehalten, dass die Behauptungen unbegründet seien und auf einer früheren Klage basierten. Interne Untersuchungen hätten bereits 2014 ergeben, dass die Anschuldigungen unbegründet seien. Zu diesem Ergebnis sei auch das türkische Arbeitsministerium gekommen, nachdem es sich im gleichen Jahr der Sache angenommen hatte. (awp/mc/ps)

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