Novartis: Positive Studie-III-Resultate zu Gilenya bei MS

Joe Jimenez
Joseph Jimenez, CEO Novartis (Bild: Novartis)

Novartis-CEO Joe Jimenez.

Basel – Der Pharmakonzern Novartis hat mit einer Phase-III-Studie zu ihrem Medikament Gilenya positive Resultate bei der Behandlung von rezidivierenden Formen von Multipler Sklerose erzielt. Die Ergebnisse würden einen nachhaltigen Wirkungsnutzen und ein konsistentes Sicherheitsprofil bei einer fortwährenden Behandlung zeigen, teilt Novartis am Montag mit.

Zudem wiesen die Ergebnisse auf eine verbesserte Wirkung bei Patienten hin, die von Avonex – einem häufig verschriebenen MS-Medikament – zu Gilenya wechselten. Die neu gewonnen Daten stammen aus einer Erweiterung der Phase-III-Studie TRANSFORMS. Novartis präsentierte die Ergebnisse anlässlich dem Jahrestreffen der European Neutrological Society (ENS), welche am Wochenende in Tschechien stattfand.

«Die Zahlen stärken zudem unser Vertrauen in die Langzeitwirkung und das Sicherheitsprofil von Gilenya», wird Tim Wright, Global Head of Development von Novartis Pharma, zitiert. Patienten, die bis zu viereinhalb Jahren mit Gilenya behandelt worden seien, hätten nachhaltig tiefe Niveaus klinischer und MRI-Aktivität gezeigt. Insgesamt wurden bis im Februar 2012 rund 36’000 Patienten mit Gilenya (fingolimod) in Rahmen klinischer Untersuchungen behandelt.

Aktie legt leicht zu
Analysten reagieren auf die vorgelegten Daten wenig aufgeregt. Bei den Ergebnissen handle es sich um eine Aktualisierung der Zahlen von der AAN, auf der Novartis die Langzeitergebnisse von vier Jahren vorgestellt habe, heisst es bei der Bank Vontobel. Daher seien kaum nennenswerte Auswirkungen auf die Zahlen von Gilenya zu erwarten. Die Vontobel-Analysten rechnen weiterhin mit einem Spitzenumsatz von 2,2 Mrd USD. Bei der Zürcher Kantonalbank bleiben die Umsatzschätzungen ebenfalls unverändert. Wir sehen weiter ein ungefährdetes Umsatzpotenzial von 2 bis 2,5 Mrd USD in 2016 trotz aufkommender Konkurrenz.

Bis um 9.45 Uhr legen Novartis 0,3% auf 50,45 CHF zu. Die Papiere bleiben damit deutlich hinter den Aufschlägen des Gesamtmarktes (SMI) von 1,19% zurück. (awp/mc/ps)

 

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