OC Oerlikon: Kandidaten für den VR – Vekselberg-Einfluss steigt

Viktor Vekselberg
Der russische Oligarch Viktor Vekselberg. (Foto: Renova)

Investor Viktor Vekselberg.

Pfäffikon SZ – Der Verwaltungsrat von OC Oerlikon hat seine Kandidaten für die Wahl des Verwaltungsrates benannt. Die Beteiligungsgesellschaft Renova des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg erhält damit ein grösseres Gewicht im Aufsichtsgremium. Der Generalversammlung vom 30. April wird die Wahl von Mikhail Lifshitz als neues Mitglied in den Verwaltungsrat empfohlen, wie der Technologiekonzern am Freitag mitteilt. Zur Wiederwahl werden die derzeitigen Verwaltungsratsmitglieder Kurt J. Hausheer, Gerhard Pegam, Carl Stadelhofer, Tim Summers (VRP) und Hans Ziegler vorgeschlagen.

Mikhail Lifshitz ist seit 2009 Director High-tech Assets Business Development der Renova Gruppe sowie CEO der ROTEC und Verwaltungsratsvorsitzender von Ural TurbineWorks, die ebenfalls zur Renova-Gruppe gehören. Daneben bekleidet er noch weitere Funktionen.

Wolfgang Tölsner und Reyad Fezzani kandidieren nicht mehr
Wie bereits gemeldet, haben sich Wolfgang Tölsner und Reyad Fezzani nicht zur Wiederwahl gestellt. Damit würde das Gremium sechs Personen umfassen. Drei Mitglieder (Hausheer, Pegam und Ziegler) wären unabhängig und drei (Summers, Stadelhofer und Lifshitz) repräsentierten den zurzeit grössten Aktionär, die Renova Gruppe, heisst es weiter. Zuvor standen vier unabhängige Vertreter dreien des Grossaktionärs gegenüber.

Gemäss letzter an die SIX ergangene Meldung halten die von Vekselberg kontrollierten Gesellschaften 48,8% an Oerlikon.

CFO Jürg Fedier führt Oerlikon interimistisch
Mitte März hatte CEO Michael Buscher überraschend das Unternehmen verlassen, dass nun interimistisch von CFO Jürg Fedier geleitet wird. Laut Medienberichten hätten Unstimmigkeiten zwischen Verwaltungsratspräsident Summers und Buscher zu dem Schritt geführt.

Buscher war seit 2009 Mitglied der Geschäftsleitung und hatte eine umfassende Transformation des Konzerns vollzogen. Dazu zählen unter anderem der Verkauf des Geschäfts mit Maschinen zur Verarbeitung von Naturfasern oder die Trennung von der Solar-Sparte. Nach jüngsten Medienberichten ist Buscher als CEO des deutschen Herstellers von Bremssystemen für Züge und Nutzfahrzeuge Knorr-Bremse im Gespräch. (awp/mc/ps)

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