Öffentlicher Verkehr schrumpft im «Corona-Jahr» auf die Hälfte

SBB
Seit Anfang 2021 können im ÖV bei Verspätungen Entschädigungen geltend gemacht werden. (Foto: SBB)

Bern – Der öffentliche Verkehr ist mit der Corona-Pandemie auf gut die Hälfte geschrumpft. 44 Prozent weniger Personenkilometer wurden im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr gefahren. Besonders stark traf es den Fernverkehr mit einem Rückgang bei den SBB auf 50 Prozent und im Regionalverkehr auf 60 Prozent. Der Schienengüterverkehr wuchs hingegen um 1,3 Prozent.

Anfang Oktober seien auch die Corona-Fallzahlen wieder stark angestiegen und hätten bis Ende des Jahres auf hohem Niveau verharrt, schreibt der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr Litra am Montag in einer Mitteilung.

Die zuerst von den Kantonen, dann vom Bund verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus – Verbote von Veranstaltungen, Schliessung oder Sperrstunden für Restaurants, Homeoffice-Empfehlung – hätten dazu geführt, dass die Personenströme im öffentlichen Verkehr gesunken sind, schreibt der Verein mit Sitz in Bern.

Die Corona-Pandemie werde die Nachfrage im öffentlichen Verkehr auch im Jahr 2021 beeinflussen. Vor allem die seit dem 18. Januar 2021 geltende «Homeoffice-Pflicht» dürfte sich nach Einschätzung von Litra stark auf den Pendlerverkehr und die Nachfrage im Schienenpersonenverkehr auswirken. (awp/mc/ps)

Litra

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