Orascom DH macht 2025 Gewinnsprung
Altdorf – Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom DH weist für das Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen deutlich höheren Gewinn aus. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen im Besitz der Familie Sawiris einen Jahresgewinn von 55,0 Millionen Franken, nach 8,3 Millionen im Vorjahr.
Der operative Umsatz erhöhte sich leicht auf 641,4 Millionen Franken (VJ: 630,9 Millionen). Gleichzeitig ging der Bruttogewinn auf 149,2 Millionen Franken zurück, nach 160,3 Millionen im Vorjahr, was auf gestiegene Kosten zurückzuführen sei.
Regional zeigte sich 2025 ein gemischtes Bild: Der Hauptmarkt Ägypten blieb mit einem Umsatz von 425,2 Millionen Franken klar grösster Beitragstreiber, lag jedoch unter dem Vorjahr (439,6 Millionen Franken), was vor allem auf die Abwertung des ägyptischen Pfunds zurückzuführen sei.
In Oman blieb der Umsatz mit 97,6 Millionen Franken stabil. Deutliches Wachstum verzeichnete Montenegro mit 104,2 Millionen Franken nach 81,0 Millionen im Vorjahr, während auch das Geschäft im Vereinigten Königreich zulegte.
Auf Segmentebene ging das Ergebnis leicht zurück, belastet insbesondere durch geringere Landverkäufe (-40,6 Prozent). Dagegen entwickelten sich die Hotels mit einem Umsatzplus von 14 Prozent dank hoher Auslastung und steigender Zimmerpreise stark. Auch das Geschäft mit Destination Management legte zweistellig zu, während das Immobiliengeschäft leicht rückläufig war, ebenfalls beeinflusst durch Währungseffekte.
Irankrieg-Impact noch unklar
Zum Ausblick macht die Gesellschaft keine konkreten Angaben. Hinsichtlich des Ausblicks verweist die Gesellschaft auf geopolitische Unsicherheiten. So beobachtet das Management insbesondere die Eskalation im Nahen Osten nach militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran seit Ende Februar.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 habe es noch keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft gegeben. Mögliche Folgen, wie etwa eine Abschwächung der Reisetätigkeit oder steigende Baukosten infolge höherer Energie- und Rohstoffpreise, liessen sich derzeit jedoch nicht verlässlich abschätzen. (awp/mc/ps)