Orell Füssli schreibt 2018 wegen Wertberichtigungen tiefrote Zahlen

Martin Buyle
Martin Buyle, CEO Orell Füssli Holding. (Foto: OF)

Zürich – Die Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2018 zurück. Der Umsatz war rückläufig, und der Verkauf von Teilen der Tochtergesellschaft Atlantic Zeiser führte beim Traditionsunternehmen zu roten Zahlen. Den Aktionären winkt im Jubiläumsjahr dennoch eine Sonderdividende.

Der Umsatz ging in der Berichtsperiode um 8 Prozent auf 264,9 Millionen Franken zurück, teilte die Gesellschaft am Montag mit. In der grössten Sparte Sicherheitsdruck sanken die Erträge um 13 Prozent auf 112,3 Franken. Leicht verbessert zeigte sich dagegen der Buchhandel mit einem Umsatz von 92,2 Millionen Franken, was einem Wachstum von 2,1 Prozent entspricht.

Tiefrote Zahlen wegen Wertberichtigungen
Bei der dritten Division Atlantic Zeiser sind die Zahlen aufgrund der im letzten Jahr umgesetzten Umstrukturierung nur bedingt vergleichbar. Insgesamt ging der Nettoerlös um 12 Prozent auf 43,9 Millionen Euro zurück, was Orell Füssli mit dem Wegfall der verkauften Geschäftsfelder im letzten Quartal erklärt. Im verbliebenen Kerngeschäft der Division, die Serialisierung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten, belief sich der Nettoerlös im Gesamtjahr auf 17,9 Millionen Euro.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT der Gruppe fiel mit 12 Millionen um 5 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein hoher Reinverlust von 47,2 Millionen Franken nach einem kleinen Gewinn von 6,4 Millionen im Vorjahr. Wie bereits angekündigt führten Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung in Höhe von 54 Millionen Franken zu diesem hohen Verlust.

Anlässlich des 500-jährigen Bestehens sollen die Aktionären in den Genuss einer Jubiläumsdividende in Höhe von 2 Franken je Aktie kommen. Diese wird zusätzlich zur unveränderten regulären Dividende von 4 Franken zur Ausschüttung vorgeschlagen.

Schwächere Ertragssituation erwartet
Für das laufende Jahr geht Orell Füssli von einer «tendenziell schwächeren Ertragssituation» aus. Im grössten Bereich Sicherheitsdruck dürfte das Ergebnis aufgrund von Veränderungen im Produktemix rückläufig sein. Bei der neu aufgestellten Division Zeiser wird dagegen eine positive Entwicklung erwartet. Die Entwicklung im Buchhandel wird ähnlich wie im Vorjahr gesehen.

Keine Neuigkeiten gibt es bezüglich einer Nachfolge für den abtretenden CEO Martin Buyle, der das Unternehmen per Ende September 2019 aus persönlichen Gründen verlassen wird. (awp/mc/hfu)

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