Orell Füssli: Umsatz sinkt um 9,0% auf 289 Mio CHF

Michel Kunz

Orell-Füssli-CEO Michel Kunz.

Zürich – Die Orell Füssli Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2011 gemäss provisorischen Zahlen einen um 9,0% tieferen Umsatz von 289,0 Mio CHF aus. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT sank um 83% auf 2,3 Mio CHF, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die negative Ergebnisentwicklung wurde nebst dem operativen Geschäft aller Divisionen auch durch Sondereffekte bei Atlantic Zeiser und bei der Division Buchhandlungen verursacht, heisst es.

Die Konzernsparte Atlantic Zeiser konnte hingegen den Umsatz in Euro steigern, wobei das Wachstum aber deutlich unter den Erwartungen geblieben sei. Negativ ausgewirkt hätten sich die Personalkosten, welche überproportional gewachsen seien.

Preissenkungen belasten Buchhandel
Das Buchhandelsgeschäft war geprägt von Preissenkungen in der Grössenordnung von bis zu 10%. In Kombination mit einem leichten Rückgang des Absatzes hat sich dies bei Orell Füssli massiv auf den erzielten Umsatz ausgewirkt, heisst es dazu. Im Sicherheitsdruck konnte trotz unerwarteten Verzögerungen beim Druck der neuen Schweizer Banknoten dank ausländischen Aufträgen eine gute Auslastung der Produktion erreicht werden.

Ertragswende bei Atlantic Zeiser erhofft
Im Jahre 2012 sollen bei Atlantic Zeiser strukturelle Massnahmen umgesetzt werden, um eine Ertragswende einleiten zu können, wie es heisst. Die Kosten für die Umstrukturierung wurden der Jahresrechnung 2011 belastet. Weiter erwartet Orell Füssli für 2012 bezüglich Preisentwicklung im Buchhandelsgeschäft eine Beruhigung. Dank der Bereinigung des Filialnetzes und dem Ausbau der Internetaktivitäten zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, wieder bessere Ergebnisse zu erzielen. (awp/mc/ps)

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