Orior profitiert im ersten Halbjahr von Vegi-Boom

Orior
Salametti, Rohschinken und Bresaola von Rapelli. (Bild: Orior)

Zürich – Der Lebensmittelhersteller Orior hat im ersten Halbjahr unter anderem stark von der erhöhten Nachfrage nach pflanzlichen Produkten profitiert. Die Gruppe mit Marken wie Happy Vegi Butcher, Biotta oder Rapelli erzielt so deutlich mehr Gewinn.

Der Umsatz stieg im ersten Semester auf 291,9 Millionen Franken, was einem Wachstum von 1,6 Prozent entspricht. Dabei ist allerdings ein Teil auf Währungseffekte zurückzuführen. Werden diese herausgerechnet, ergibt sich ein organisches Wachstum von 0,9 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Vor Steuern und Abschreibungen steigerte Orior seinen Betriebsgewinn um fast ein Drittel auf 31,1 Millionen, der EBIT lag mit 17,1 Millionen gar um über 70 Prozent über dem Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 13,5 Millionen, das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme um fast 63 Prozent.

Allerdings lag die Vergleichsperiode auch tiefer, denn im vergangenen Jahr waren der operative Gewinn und das Geschäftsergebnis wegen der Coronapandemie noch um über 40 Prozent geschrumpft. Vergleicht man das Ergebnis mit dem Vorkrisenjahr 2019 liegen die aktuell vorgelegten Zahlen noch leicht tiefer.

Treiber Vegi-Food
Das Segment Convenience wurde laut der Mitteilung durch ein starkes Wachstum im Bereich der pflanzenbasierten Spezialitäten angetrieben. Zudem seien die Massnahmen im Rahmen der Orior «New Normal Initiative» Haupttreiber der Umsatzentwicklung und der relevanten EBITDA-Steigerung. Die schwächere Entwicklung des Segments der Fleischveredelung konnte das Unternehmen damit mehr als wettmachen.

Die Bereiche Food-Service, bei dem Orior etwa die Gastronomie oder Kantinen beliefert, sowie Reisegastronomie mit der Tochter Casualfood hätten seit Juni wieder deutlichen Aufwind erhalten und bessere Umsätze erzielt, heisst es weiter.

Gute Entwicklung im zweiten Halbjahr erwartet
Für das Gesamtjahr bleibt Orior bei der Guidance eines Umsatzes von 605 bis 615 Millionen. Gleichzeitig hebt das Unternehmen die Guidance der EBITDA-Marge auf 10,2 bis 10,5 Prozent an.

Neues Geschäftsleitungsmitglied
Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen publizierte Orior noch eine Personalie: Per 1. September wird Max Dreussi in die Konzernleitung von Orior berufen. Er ist Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Fredag und wird neu als CEO des Segments Convenience walten. (awp/mc/ps)

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