Orior wächst 2018 auch aus eigener Kraft

Daniel Lutz
Orior-CEO Daniel Lutz. (Foto: Orior)

Zürich – Der Lebensmittelproduzent Orior ist im Geschäftsjahr 2018 erneut gewachsen. Im Gegensatz zum Vorjahr lag das Wachstum allerdings nicht nur in Übernahmen begründet, sondern war auch organisch. Die Dividende soll erneut erhöht werden.

Der Nettoumsatz nahm um 6,9 Prozent auf 576,7 Millionen Franken zu. Zu dieser Steigerung trugen Akquisitionen 3,9 Prozent und Währungseffekte 0,9 Prozent bei, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Orior war im abgelaufenen Jahr akquisitorisch aktiv vor allem mit der Übernahme des Biosaft-Herstellers Biotta sowie durch die Beteiligung an Casualfood, einem Betreiber von Kleinläden für Unterwegs-Verpflegung vor allem an deutschen Flughäfen.

Das organisches Wachstum lag damit bei 2,1 Prozent. Es sei breit abgestützt und von allen Segmenten getragen gewesen, so die Mitteilung. Hervorgehoben werden insbesondere die «erfreuliche Entwicklung» im Retail und im Food Service sowie die «ausserordentlich gute Performance» des Segments Conveniance.

Letzteres erreichte mit Hilfe der Biotta-Akquisition ein Wachstum von über 14 Prozent, organisch reichte es für ein Plus von 5,6 Prozent. In den Segmenten Refinement (+1,4%) mit den Marken Rapelli, Albert Spiess und Möfag, und International (+1,6%) fiel das organische Wachstum bescheidender aus.

Der operative Gewinn (EBITDA) erhöhte sich mit 4,9 Prozent auf 58,6 Millionen Franken zum Umsatz allerdings leicht unterproportional, womit die entsprechende Marge auf 10,2 Prozent leicht zurückging. Die negativen Auswirkungen der volatilen Rohstoffsituation mit hohen Fleisch- und Geflügelpreisen und der Minderausbeute bei Gemüse und Früchten sowie der ungebrochen hohe Preis- und Wettbewerbsdruck hätten nur teilweise kompensiert werden könnten, hiess es dazu. Positive Faktoren waren bei den Kosten, dem Portfoliomanagement und den Produktivitäts- und Nachhaltigkeitskennzahlen zu finden.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT legte mit einem Plus von gut 15 Prozent auf 35,6 Millionen deutlicher zu. Orior verweist hierzu auf ausgelaufene Amortisationen von immateriellen Anlagen aus früheren Akquisitionen sowie auf die gute operative Leistung.

Reingewinn steigt um über einen Viertel
Noch deutlicher nahm der Reingewinn zu, nämlich um über einen Viertel auf 31,8 Millionen Franken. Haupttreiber für diese Entwicklung waren laut Orior neben den EBIT-Einflüssen eine optimierte Finanzierungsstruktur, vorteilhafte Wechselkursveränderungen sowie positive Einmaleffekte in den Ertragssteuern.

Entsprechend der eigenen Vorgabe, die Dividende stetig zu erhöhen, wird die Ausschüttung von 2,24 Franken je Aktie vorgeschlagen, womit diese um 7 Rappen über dem Vorjahr liegt.

Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr heisst es, dass die Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben dürften. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit Schwankungen bei den Rohstoffpreisen sowie einem gleichbleibend harten Wettbewerb und damit einhergehend auch mit anhaltendem Druck auf die Preise. Dank der Möglichkeiten mit der Biotta-Gruppe und der erwarteten Übernahme der zweiten Tranche von Casualfood sei man «in der Summe zuversichtlich, dass wir auch 2019 wieder eine Wertsteigerung für unserer Stakeholder realisieren können».

Weiter gibt das Unternehmen bekannt, dass die Verwaltungsräte Dominik Sauter und Edgar Fluri im Frühjahr nicht mehr für eine Wiederwahl in das Gremium zur Verfügung stünden. Sie sollen durch Monika Schüpbach und Markus Neuhaus ersetzt werden. Die Vakanz durch den Rücktritt von Josef Ming im vergangenen Sommer soll durch Markus Voegeli geschlossen werden. (awp/mc/ps)

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