Osec: Exportpotenzial von CH-Nahrungsmitteln stärker nutzen

Symbolbild Nahrungsmittel

Für echte und unverfälschte Qualitätsprodukte mit Schweizer Herkunft wird gerne etwas mehr bezahlt.

Zürich – Die Schweiz wird in Europa, Asien und den USA als Exportland von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und Getränken noch kaum wahrgenommen. Dabei wachsen mit jedem ausländischen Lebensmittelskandal die Chancen für Schweizer Produkte.

Täglich kommen Tausende von Konsumentinnen und Konsumenten dazu, die gerne bereit sind, für echte und unverfälschte Qualitätsprodukte mit Schweizer Herkunft etwas mehr zu bezahlen. Gilt doch gerade in diesem Bereich das Swiss Label als Gütesiegel erster Klasse. Die Osec, das Kompetenzzentrum der Schweizer Aussenwirtschaftsförderung, erweitert kontinuierlich ihre Branchenkompetenz bezüglich Exportunterstützung. Um Schweizer KMU im Nahrungsmittelbereich künftig gezielter fundiertes Marktwissen zur Verfügung zu stellen, arbeitet die Osec noch enger mit Schweizer Branchenverbänden zusammen und kann so auf deren Fachwissen zurückgreifen. Kooperationspartner sind z.B. die Foederation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (fial) und ihre Teilverbände CHOCOSUISSE und BISCOSUISSE.

Zwischen Lust und Frust, Genuss und Verdruss
Schweizer Qualität im Lebensmittelbereich hat gemäss der Osec im Ausland durchaus noch mehr Absatzpotenzial. Um einen aktuellen Einblick in die vielfältigen Aspekte der Lebensmittelindustrie zu gewähren und deren Exportmöglichkeiten aufzuzeigen, führte die Osec am 31. August in Zürich eine Veranstaltung unter dem Motto «Hungrig nach neuen internationalen Märkten?“ durch. Beim Anlass in Zürich erhielten die Teilnehmer der Veranstaltung einen wertvollen Überblick über ausländische Trends im Bereich Food und erfuhren aus erster Hand, wie KMU aus der Lebensmittelbranche von den Geschäftsmöglichkeiten im Ausland profitieren können. Daniel Bloch, CEO von Chocolats Camille Bloch SA meinte zur Innovation als Erfolgsfaktor: „Der Mehrwert der Exporttätigkeit liegt nicht ausschließlich in zusätzlichen Distributionschancen für bestehende Produkte sondern ebenso in den aus neuen Märkten entstehenden Innovationsideen.“ Dr. David Bosshart, CEO des GDI Gottlieb Duttweiler Instituts, verdeutlichte bei seinem Referat, welche Food-Kategorien und Produkte an Bedeutung gewinnen. Zu den internationalen Trends sagte er: „Ernährung bleibt mehr denn je das Schlüsselthema einer globalen Welt. Zwischen Lust und Frust, Genuss und Verdruss. Die Wertschätzung für gute Lebensmittel — Mittel zum Leben — muss sich verbessern, damit Qualität entsprechende Preise erzielen kann. Nation und Image bleiben zentrale Erfolgsfaktoren, Verfügbarkeit und Markenstärke kommen dazu.»

Weltweite Marktöffnungstendenz wird weitergehen
Christian Etter, Botschafter und Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge, meinte zu den Chancen bezüglich der Freihandelsabkommen in der Lebensmittelbranche: „Die weltweite Marktöffnungstendenz wird weitergehen. Angesichts des beschränkten Binnenmarktes Schweiz muss sich auch die Lebensmittelbranche konsequent und frühzeitig auf international wettbewerbsfähige qualitativ hochstehende Produkte ausrichten.“ Ein weiterer Referent, Olivier P. Müller, Director, Manager Financial Analysis der Credit Suisse, sagte: «Entwickelte Märkte weisen ein limitiertes Wachstumspotenzial auf. Schwellenländern haben unseres Erachtens aber eine strukturell grosse Wachstumsbedeutung für die Lebensmitteindustrie. Denn die Konsumenten in den Emerging Markets werden immer wichtiger, da dort ein hohes Wirtschaftswachstum im Gange ist, eine aufkommende Mittelklasse entsteht und eine zunehmende Urbanisierung erfolgt. Das fördert die Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln. Wir gehen davon aus, dass diejenigen Unternehmen, die in den Schwellenländern auf die Bedürfnisse der Konsumenten optimal eingehen, sich für die Zukunft am besten positionieren werden.“ (Osec/mc/hfu)

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