Phoenix Mecano in Q1 mit etwas mehr Umsatz

Benedikt Goldkamp
Benedikt Goldkamp, VR-Präsident Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Benedikt Goldkamp, CEO Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im ersten Quartal 2014 etwas mehr Umsatz erzielt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ebenso erhöhte sich das Betriebsergebnis und die operative Gewinnmarge, wogegen der Reingewinn leicht rückläufig war. Für das Gesamtjahr 2014 stellt das Unternehmen einen erneut steigenden Betriebsgewinn in Aussicht. Die Ausschüttungsquote soll künftig erhöht werden.

Der Bruttoumsatz wurde um 4,8% auf 133,0 Mio EUR gesteigert, wogegen sich beim Auftragseingang ein Minus von 1,7% auf 132,6 Mio ergab. Entsprechend reduzierte sich die Book-to-bill-Ratio auf knapp unter 100%. Unter Ausklammerung des Basiseffekts im Photovoltaikgeschäft lag die Umsatzsteigerung bei 5,8%, bereinigt um Währungseinflüsse bei 6,2%. Der Nettoumsatz zog um 4,7% auf 131,8 Mio EUR an, wie das Unternehmen mitteilt. Der EBIT erhöhte sich um knapp 12% auf 11,8 Mio EUR und die EBIT-Marge auf 8,9 von 8,3% im Vorjahr. Der Reingewinn ging dagegen um 4% auf 7,6 Mio EUR zurück.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Phoenix Mecano die Erwartungen der Analysten teilweise leicht übertroffen. Die Banken ZKB und Vontobel prognostizierten einen Umsatz von 130,1, bzw. 132,0 Mio EUR sowie einen EBIT von 11,5 bzw. 11,7 Mio. Die ZKB veranschlagte überdies die Erwartungen für den Reingewinn auf 8,6 Mio.

Operativer Verlust in der Sparte Elcom/Ems
In der Sparte Mechanische Komponenten legte der Bruttoumsatz um knapp 8% auf 63,1 Mio EUR zu, wobei sich die EBIT-Marge auf 10% von 7,7% im Vorjahr verbesserte. In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Umsatz um 4,5% auf 44 Mio EUR und die operative Marge auf 16,7 von 15,2%.

In der Sparte Elcom/Ems, wo auch das stark geschrumpfte Photovoltaikgeschäft angesiedelt ist, gingen die Verkäufe dagegen um knapp 2% auf 25,9 Mio EUR und der Auftragseingang gar um über 15% auf 25,6 Mio zurück. Unter Ausklammerung des Photovoltaikeffekts ergab sich ein Umsatzplus von gut 3%. Das Betriebsergebnis war indes negativ, es resultierte ein Verlust von 1,0 Mio EUR, dies wegen der „forcierten Aufwendungen zur Neuausrichtung der Sparte“.

Ausschüttungsquote soll erhöht werden
Die Dividende für das Geschäftsjahr 2013 soll gegenüber dem Vorjahr auf 15 CHF gegenüber 13 CHF je Aktie erhöht werden. Das Unternehmen nimmt zudem einen Kurswechsel in der Dividendenpolitik vor. Künftig soll ein erhöhter Anteil der nachhaltigen Gewinne in Form von Dividenden ausgeschüttet werden, heisst es dazu. Die angestrebte Ausschüttungsquote liegt neu bei 40 bis 50% des um Sonderfaktoren bereinigten Reinergebnisses, bisher lag die Quote bei 20 bis 30%.

Ausblick: Positive Faktoren überwiegen
Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014 heisst es, dass eine schrittweise Verbesserung des Umfelds feststellbar sei, dies trotz der ungelösten Schuldenprobleme in der Eurozone und einer unter den Erwartungen liegenden Entwicklung des langjährigen Wachstumsmotors China. Insgesamt würden die positiven Faktoren derzeit überwiegen, deshalb seien die Geschäfts- und Investitionspläne für 2014 auf moderates Wachstum ausgerichtet. Bei stabilen konjunkturellen Rahmenbedingungen sei zudem mit einem Betriebsergebnis über Vorjahr zu rechnen. (awp/mc/pg)

 

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