Phoenix Mecano: Umsatz und Gewinn steigen

Benedikt Goldkamp

Phoenix Mecano-CEO Benedikt Goldkamp.

Kloten – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano befindet sich weiter im Aufwind und hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahrs 2011 bei Umsatz, Auftragseingang und Gewinn weiter zugelegt. Für das Gesamtjahr gibt sich der Konzern weiter «grundsätzlich positiv».

Der Bereich Photovoltaik könnte allerdings von Subventionskürzungen belastet werden. Die Auswirkungen der Katastrophe in Japan vermag der Hersteller gegenwärtig nicht abzuschätzen. Unternehmensangaben zufolge war das erste Quartal 2011, gemessen an Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis, das erfolgreichste in der Geschichte. Die Verkäufe stiegen um rund 14% auf 136,9 Mio EUR und der Auftragseingang legte um 7,3% auf 143,9 Mio EUR zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 30% auf 18,2 Mio EUR und die EBIT-Marge auf 13,3% von 11,6% im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Reingewinn kletterte um 35% auf 14,5 Mio EUR. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2010, die ebenfalls heute bekannt gegeben wurde, soll 13,00 CHF nach 10,00 CHF im Vorjahr betragen.

Gehäusetechnik mit ein Drittel weniger Umsatz
In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Umsatz im erste Quartal um 31% auf 45,4 Mio EUR. Das Betriebsergebnis kletterte um mehr als 50% auf 10,2 Mio, die Betriebsergebnismarge lag bei 22,5%. In der Sparte ELCOM/EMS ging der Umsatz gegenüber Vorjahr um 4,4% auf 33,2 Mio EUR. zurück. Phoenix macht dafür die Konsolidierungsphase der Kunden aus dem Bereich der Photovoltaik als Ursache aus. Eine Belebung der Nachfrage zeichne sich jedoch ab. Das Betriebsergebnis sank um ein Drittel auf 3 Mio, die entsprechende Marge betrug 9,1%. Der Umsatz der Sparte Mechanische Komponenten stieg um knapp 16% auf 58,3 Mio EUR, das Betriebsergebnis um 84% auf 6,1 Mio. Die Betriebsergebnismarge erhöhte sich auf 10,4% auf 6,5%.

Wachstum des Marktes erwartet
Das Marktumfeld für Hersteller technischer Komponenten verbesserte sich aus Sicht des Managements in Europa, Asien und zuletzt auch in den USA deutlich. Die Konjunkturindikatoren zeigten an, dass sich nach der Erholungsphase des Jahres 2010 eine Wachstumsphase anschliessen könnte, für die Phoenix Mecano gut positioniert sei. Die im Zuge der Konjunkturerholung gestiegene Investitionsbereitschaft sollte aus heutiger Sicht Phoenix Mecano «eine erneute Verbesserung von Umsatz und Betriebsgewinn im laufenden Jahr ermöglichen», heisst es in der Mitteilung.

Folgeschäden der Naturkatastrophe in Japan nicht ausgeschlossen
Phoenix macht jedoch auch Unwägbarkeiten für das laufende Jahr aus. So erzeuge die Verschuldungssituation vieler Industrienationen eine Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Ausbaus der Infrastruktur für erneuerbare Energien, insbesondere im Bereich Photovoltaik. Hier seien zum Teil erhebliche Subventionskürzungen für 2011 geplant, deren Auswirkungen heute nur schwer abschätzbar seien. Auswirkungen der Naturkatastrophen in Japan und ihrer Folgeschäden sind dem Unternehmen zufolge heute nicht erkennbar, könnten aber im Hinblick auf die zentrale Rolle Japans als Hersteller elektronischer Bauteile nicht ausgeschlossen werden. Das Unternehmen führt heute seine Bilanz-Medienkonferenz 2010 durch. (awp/mc/upd/ss)

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