Phoenix Mecano steigert trotz konjunkturellem Gegenwind Umsatz

Phoenix Mecano steigert trotz konjunkturellem Gegenwind Umsatz
Rochus Kobler, CEO Phoenix Mecano. (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten / Stein am Rhein – Phoenix Mecano (PM) hat im dritten Quartal 2019 klar mehr Umsatz erwirtschaftet als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Unter anderem ist das Übernahmen zu verdanken. Das frühzyklische Unternehmen spürt aber wie andere die lahmende Konjunktur und hat deshalb auch bereits ein Massnahmenprogramm am Laufen.

Der Brutto-Umsatz zog im Quartal um gut 10 Prozent auf 173,9 Millionen Euro an. Die organische Entwicklung habe aber trotz einer Beschleunigung im dritten Quartal unter dem Vorjahr gelegen, teilte der Komponenten- und Gehäusehersteller am Dienstag mit.

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel unter anderem wegen Einmalbelastungen für das laufende Optimierungsprogramm um 23 Prozent auf 9,5 Millionen Euro zurück. Klammert man die Sondereffekte aus lag es auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Mit diesen Zahlen hat Phoenix Mecano die Vorgaben der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 161,7 Millionen Euro und für den EBIT bei 6,1 Millionen.

Auf die schon im ersten Semester schwache Marktlage hatte PM bereits reagiert. So wurde ein „Massnahmenpaket zur gezielten Anpassung der Strukturen“ verabschiedet. Die Schwerpunkte liegen in den Sparten Mechanische Komponenten und Elcom/Ems. Sie umfassen Kapazitätsanpassungen, Produktportfoliobereinigungen, Standortoptimierungen sowie Reaktionen auf den Handelskonflikt.

Die Gruppe rechnet dafür mit Einmalaufwendungen in der Grössenordnung von 14 bis 16 Millionen Euro, wovon knapp die Hälfte cashwirksam ist. Das Management erwartet in den Folgejahren nachhaltige Kostenentlastungen aus diesem Paket in der Höhe von rund 10 Millionen pro Jahr ab 2021.

Auf neun Monate gesehen ging der EBIT auch wegen der Kosten für diese Massnahmen um knapp 40 Prozent auf 26,1 Millionen zurück, wobei sich die entsprechende Marge auf 5,2 Prozent von 8,6 Prozent im Vorjahr verschlechterte. Ohne diese Sondereffekt lag das Betriebsergebnis mit 30,2 Millionen Euro um gut 26 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Reingewinn reduzierte sich um gut 45 Prozent auf 16,3 Millionen.

Schwache Konjunktur und Zollstreit USA/China belasten
Der Umsatz summierte sich nach neun Monaten auf 500,7 Millionen Euro, was einem Wachstum um 0,7 Prozent entspricht, organisch gesehen und in Lokalwährungen gingen die Verkäufe indes um 3,6 Prozent zurück.

Nebst den Einmaleffekten aus dem eingeleiteten Programm habe die nachlassende Konjunktur sowie der Zollstreit zwischen den USA und China das Ergebnis belastet, schrieb PM in der Mitteilung vom Dienstag. Die Vorjahreszahlen seien zudem wegen der Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER angepasst worden.

Von den einzelnen Sparten ergab sich nach neun Monaten als einzige bei Elcom/Ems ein geringerer Umsatz als im Vorjahr, wogegen die Sparten Gehäusetechnik und Mechanische Komponenten leicht zulegen konnten.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2019 geht PM von einer weiterhin herausfordernden Wirtschaftslage aus. Die ergriffenen Sofortmassnahmen würden umgesetzt und weitere strukturelle Anpassungen im Rahmen des Optimierungsprogrammes zielstrebig verfolgt. Die beschlossenen Massnahmen werden das Jahresergebnis 2019 aber zusätzlich belasten. Unter Ausklammerung dieser Einmaleffekte erwartet das Management für das Gesamtjahr 2019 weiterhin ein Betriebsergebnis im Bereich von 33 Millionen bis 40 Millionen Euro. (awp/mc/ps)

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