Phoenix Mecano steigert Umsatz und Marge im 3. Quartal

Benedikt Goldkamp
Benedikt Goldkamp, VR-Präsident Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Benedikt Goldkamp, CEO Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten / Stein am Rhein – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im dritten Quartal 2015 im Vergleich mit zum Vorjahreszeitraum sowohl Umsatz als auch den Ertrag gesteigert. Dabei zeigt sich in den drei Sparten des Unternehmens ein deutlich unterschiedliches Bild. Der Bereich ELCOM/EMS schreibt aufgrund laufender Massnahmen und Investitionen weiter Verluste.

Der konsolidierte Bruttoumsatz der Gruppe stieg um 12% auf 139,4 Mio EUR. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus 7,2%, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Der Auftragseingang stieg um 5,1% auf 130,5 Mio EUR.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT verbesserte sich um rund 25% auf 10,5 Mio und die entsprechende Marge auf 7,5% von 6,8%. Der Reingewinn belief sich auf 7,5 Mio und liegt damit 24% über dem Vorjahresergebnis.

Mit den Zahlen hat Phoenix Mecano die Vorgaben der Analysten auf allen Stufen übertroffen.

Mechanische Komponenten mit Wachstum – ELCOM/EMS weiter mit Verlust
Das wirtschaftliche Umfeld habe sich dabei durchwachsen präsentiert, schreibt das Unternehmen weiter. Die allgemeine Zurückhaltung der Abnehmer aus der Investitionsgüterindustrie, sei weiterhin spürbar, insbesondere im Energiesektor sowie in Europa und Fernost.

So sank in der Sparte Gehäusetechnik die Marge beim Betriebsergebnis auf 14,1% gegenüber dem Vorjahreswert von 15,3%, verbesserte sich jedoch zum ersten Halbjahr (12,3%). Der Umsatz stieg um 3,4% auf 43,1 Mio EUR. In der Produktentwicklung, beim Marketing und der Logistik befinde sich ein Massnahmenpaket in der Umsetzung, das auf drei bis fünf Jahre angelegt sei, so Phoenix Mecano weiter.

Die Sparte Mechanische Komponenten habe von dem weiterhin positiven Marktumfeld bei elektrisch verstellbaren Sitz- und Liegemöbeln in Asien und USA profitieren können. Der Umsatz legte um rund 20% auf 66,1 Mio EUR zu und die Marge verbesserte sich auf 9,4% (VJ 6,2%). Hier wird weiteres Wachstum erwartet, auch wenn die Dynamik im laufenden Jahr voraussichtlich langfristig nicht beibehalten werden könne, schreibt das Unternehmen weiter.

In der Sparte ELCOM/EMS befinden sich eine Reihe von Initiativen und Projekten zur Erreichung des Turnarounds auf Stufe EBIT in Umsetzung. Der Umsatz wuchs um 9,6% auf 30,2 Mio EUR und die Marge verbesserte sich auf -3,4% von -5,8%. Es bleibe noch ein beträchtlicher Weg zurückzulegen, um 2016 den Breakeven auf Stufe Betriebsergebnis zu erreichen, heisst es weiter. Die Lancierung neuer Produkte und der Ausbau der Vertriebsstrukturen erfordere hohe Initialkosten.

Betriebsergebnis 2015 auf Vorjahresniveau erwartet
Das Management rechnet damit, im Gesamtjahr 2015 das Vorjahresergebnis auf Stufe Betriebsergebnis zu erreichen oder zu übertreffen. Davon ausgenommen sind allfällige Sondereffekte, sofern beim Turnaround der Sparte ELCOM/EMS oder bei der Optimierung der beiden Hauptertragspfeiler Gehäusetechnik und Mechanische Komponenten weitere notwendige Massnahmen identifiziert werden sollten, heisst es einschränkend. Für 2016 wird eine positive Entwicklung erwartet, insbesondere auf der Ertragsseite. (awp/mc/upd/ps)

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