Phoenix Mecano: Umsatz 2013 auf Vorjahresniveau

Benedikt Goldkamp
Benedikt Goldkamp, VR-Präsident Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Benedikt Goldkamp, CEO Phoenix Mecano. (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten / Stein am Rhein – Der vorläufige konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe lag mit €500,6 Mio. auf Vorjahresniveau (Vj. €500,5 Mio.). Der ungeprüfte Nettoumsatz erreichte mit €495,4 Mio. ebenfalls den Vorjahresstand (Vj. €495,6 Mio.). In dieser Umsatzentwicklung sind zwei gegenläufige Effekte enthalten, wie es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag heisst. Einerseits führte der strategische Teilrückzug aus dem Bereich Photovoltaikkomponenten im ehemaligen Geschäftsbereich Datatel zu einer deutlichen Reduktion des Umsatzes. Er sank erwartungsgemäss um rund €23 Mio. auf noch ca. €3 Mio. in 2013.

Andererseits konnten durch organische Wachstumsinitiativen und Akquisitionen Neuumsätze in gleicher Höhe realisiert werden. Negative Währungseinflüsse belasteten den Umsatz mit -1,1%. Unter Ausschluss von Veränderungen im Konsolidierungskreis ergab sich ein Umsatzrückgang von 0,8%. Haupttreiber des organischen Wachstums war der Bereich DewertOkin, Weltmarktführer für innovative Antriebs- und Steuerungssysteme zur ergonomischen Verstellung von Komfortmöbeln und Spitalbetten. Das Geschäft mit Industriekomponenten zeigte nach einem schwachen Beginn, insbesondere im zweiten Halbjahr 2013, eine leichte Wachstumstendenz. Aufgrund der insgesamt moderat freundlichen Vorlaufindikatoren für die weltweite Industrieproduktion rechnen der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung mit einem positiven Auftakt ins Geschäftsjahr 2014. Der weitere Geschäftsverlauf 2014 wird massgeblich davon abhängen, ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten stabilisiert.

Der konsolidierte Auftragseingang belief sich im Berichtsjahr auf €515,7 Mio., entsprechend einer Book-to-Bill Ratio von 103%.

EBIT innerhalb Zielband
Das vorläufige Betriebsergebnis stieg um 26% von €27,9 Mio. auf rund € 35Mio. Es lag damit genau in der Mitte der im dritten Quartal 2013 bestätigten Guidance-Bandbreite von €30-40 Mio. Im Berichtsjahr lasteten die in weiten Teilen schwache Industriekonjunktur in Europa sowie Kosten und Investitionen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Sparte ELCOM/EMS nach dem Ausstieg aus dem Geschäft mit Wechselrichterkomponenten auf der Profitabilität der Phoenix Mecano-Gruppe. Positiv hingegen wirkte sich das Wachstum bei DewertOkin aus, insbesondere in China.

Die Betriebsergebnismarge verbesserte sich gemäss ungeprüften Zahlen von 5,6% auf 7%. Der vorläufige betriebliche Cashflow (EBITDA) stieg um 3% auf rund €56 Mio. nach €54,4 Mio. im Vorjahr. Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen resultierte ein Periodenergebnis von etwa €22 Mio. Darin sind aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung gegenüber Plan erhöhte Earn-out Verpflichtungen von netto rund €3 Mio. enthalten.

Zurückhaltender Ausblick
Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der Phoenix Mecano-Gruppe erwarten eine schrittweise Erholung der Industriemärkte in Europa. Unsicherheiten gehen aktuell von den Schwellenländern aus. Eine Verstärkung der aktuellen Währungsturbulenzen könnte hier negative Auswirkungen auf die Investitionsneigung nach sich ziehen. Die Phoenix Mecano-Gruppe ist mit einer Eigenkapitalquote von über 60% für die verschiedenen Marktszenarien gut gerüstet. Sie ist in der Lage, organische und akquisitorische Wachstumsopportunitäten im Rahmen ihrer langfristigen Strategie zu nutzen. (Phoenix Mecano/mc/ps)

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