Phoenix Mecano wächst im ersten Halbjahr solide und steigert Gewinn markant

Rochus Kobler
Rochus Kobler, CEO Phoenix Mecano. (Foto: Phoenix Mecano)

Stein am Rhein – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im ersten Halbjahr 2018 sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis weiter gesteigert. Das Unternehmen profitierte dabei vom positiven Marktumfeld und erhielt entsprechend auch mehr Aufträge als im Vorjahressemester. Der Ausblick für den Betriebsgewinn im Gesamtjahr wurde bestätigt.

Der Bruttoumsatz erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 339,3 Millionen Euro. Bereinigt um negative Währungseffekte ergab sich gar eine Umsatzsteigerung von 8,4 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang nahm gleichzeitig um gut 10 Prozent auf 349,9 Millionen Euro zu.

Das Verhältnis von Aufträgen zu Umsätzen (Book-to-Bill Ratio), welches ein Indikator für die kommenden Umsätze ist, wird mit 103,2 Prozent ausgewiesen nach 106,8 Prozent per Ende 2017.

In den Hauptmärkten seien die Marktanteile behauptet oder gar ausgebaut worden, heisst es zum Geschäftsgang. Am stärksten war dabei das Wachstum im Bereich Antriebstechnik für den Möbel- und Pflegebereich, wo sich das Wachstum vor allem in den Regionen Asien und Americas fortsetzte.

Sparte Elcom/Ems auf gutem Weg
Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT stieg zum Umsatz überproportional um über einen Drittel auf 28,3 Millionen Euro. Phoenix Mecano begründet diese mit dem «erfolgreichen Turnaround» in der Sparte Elcom/Ems, welche unter anderem das Geschäft mit elektromechanische Komponenten umfasst. Da die Sparte Verluste schrieb, wurden im vergangenen Jahr hier verschiedene Massnahmen eingeleitet, unter anderem wurden die Produktionskapazitäten angepasst und Logistik- und Vertriebsstrukturen verschlankt.

Im Betriebsgewinn des Vorjahres war ein Einmalaufwand im Zusammenhang mit diesen Massnahmen enthalten, welche nun im ersten Semester 2018 weggefallen ist. Dafür profitierte der EBIT von einem einmaligen Gewinn von 2,8 Mio Euro durch die Veräusserung der Wijdeven Inductive Solutions in den Niederlanden. Der Reingewinn legte entsprechend ebenfalls um über einen Drittel auf 19,2 Millionen zu.

Mit den Kennzahlen hat die Gruppe die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Auftragseingang in etwa erreicht und beim Gewinn übertroffen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 351 Millionen Euro, für den Umsatz bei 335,6 Millionen, für den EBIT bei 27,2 Millionen und für den Reingewinn bei 18,5 Millionen Euro.

Wachstum dürfte sich im zweiten Semester verlangsamen
Das bisher genannte Ziel für den Betriebsgewinn im Gesamtjahr 2018 bestätigte das Unternehmen. Demnach soll der EBIT im Bereich von 40 bis 46 Millionen Euro zu liegen kommen, wobei hier Einmaleffekte nicht berücksichtigt sind. Insgesamt geht das Unternehmen für das zweite Semester von einer Fortsetzung des Wachstums aus, es dürfte aber weniger stark ausfallen als im ersten Halbjahr.

Phoenix Mecano verweist in diesem Zusammenhang auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem globalen Handelsstreit allgemein und auf die Zollmassnahmen zwischen den USA und China im Speziellen. (awp/mc/ps)

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