Pilatus Flugzeugwerke mit hervorragender Auftragslage

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PC-24 Super Versatile Jet. (Foto: Pilatus Aircraft)

Die Auslieferung der ersten PC-24 soll im 1. Quartal 2017 erfolgen. (Foto: Pilatus Aircraft)

Stans – Die Pilatus Flugzeugwerke haben im Geschäftsjahr 2015 erneut einen Umsatz von über einer Milliarde Franken erzielt. Dies gelang Pilatus nun schon zum dritten Mal in Folge, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst. Allerdings sank der Umsatz 2015 nach dem „äusserst erfolgreichen“ Vorjahr und mit Blick auf den starken Franken um 4,4% auf 1,12 Mrd CHF.

Das Betriebsergebnis ging im Berichtsjahr um 4,5% auf 191 Mio CHF zurück. Dies sei immer noch „ausgezeichnet“, so Pilatus weiter. Schliesslich habe man Investitionen im Umfang von 149 Mio in die Infrastruktur sowie in die Forschung und Entwicklung getätigt; dies nach 133 Mio im Jahr 2014. So konnte beispielsweise das neue Logistikgebäude in Stans eröffnet und in Betrieb genommen werden.

Den Personalbestand in Stans hat Pilatus um 63 Vollzeitstellen auf 1’788 aufgestockt. Das sind 3,5% Stellen mehr als im Vorjahr.

Gute Auftragslage
Die Auftragslage von Pilatus präsentiert sich im besten Licht. Den Bestellungseingang konnten die Flugzeugwerke gegenüber dem Vorjahr auf 1,37 Mrd CHF mehr als verdoppeln. Und so liege auch der Bestellbestand per Ende 2015 auf stattlichen 1,47 Mrd (VJ 1,23 Mrd), so die Mitteilung. Den grössten Flottenauftrag erhielt Pilatus von der australischen Luftwaffe, die im vergangenen Dezember 49 PC-21 Trainingsflugzeuge bestellt hat.

Insgesamt hat Pilatus im vergangenen Jahr 121 Flugzeuge gebaut und an die Kunden ausgeliefert. Bei rund der Hälfte der Flugzeuge habe es sich um Zivilflugzeuge gehandelt, bei den restlichen um Trainingsflugzeuge. Von den 70 ausgelieferten PC-12 NG-Flugzeugen gingen alleine 49 nach Nordamerika.

Weitere Investitionen – Tests mit PC-24
Auch im laufenden Jahr soll weiter investiert werden. Der Verwaltungsrat habe bereits 2015 finanzielle Mittel für eine zukunftsorientierte Produktionsinfrastruktur bewilligt. Zum einen baut Pilatus ein modernes Oberflächenbehandlungszentrum. Zum anderen soll eine bestehende Produktionshalle umgebaut und mit sieben hochmodernen Fräsmaschinen ausgestattet werden.

Schliesslich rücke der Tag näher, an dem die serienmässige Produktion des PC-24 einsetzen wird, schreibt die Gruppe. Dazu brauche es eine weitere Produktionshalle, wozu bereits ein Vorprojekt laufe. Der erste PC-24-Prototyp hob am 11. Mai vor einem Jahr ab und sechs Monate danach startete der zweite Prototyp zu seinem Jungfernflug. Derzeit werde an den beiden Flugzeugen intensiv getestet, zusammen seien sie über 400 Stunden geflogen. Die Auslieferung der ersten PC-24 sind ab dem vierten Quartal 2017 geplant.

2016 weniger Umsatz erwartet
„Ich bin stolz, dass wir im Jahr 2015 fast nahtlos an das Rekordergebnis des letzten Jahres anknüpfen konnten und dies in Schweizer Franken wohlgemerkt“, wird Verwaltungsratspräsident Oscar Schwenk in der Mitteilung zitiert. Man glaube an den „Denk- und Werkplatz Schweiz“ und wolle hierzulande auch in Zukunft weiter wachsen.

Die Resultate im laufenden Jahr 2016 würden jedoch weniger gut ausfallen als 2015, so Schwenk weiter. „Umsatz und Ertrag werden tiefer ausfallen aufgrund der Tatsache, dass Flottenaufträge erst ab 2017 finanziell wirksam werden.“ Pilatus werde 2016 aber eine solide Basis für die folgenden Jahre legen. (awp/mc/pg)

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