PMI Schweiz im November wieder unter der Wachstumsschwelle

Konjunktur
(Foto: Minerva Studio - Fotolia.com)

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Zürich – Der Schweizer Einkaufsmanager-Index (PMI, saisonbereinigt) ist im November um 0,9 auf 49,7 Punkte gesunken und befindet sich damit wieder unterhalb der Wachstumsschwelle. Er oszilliert allerdings seit Mai um diese Marke, die bei 50 Punkten liegt. Entsprechend spricht die Credit Suisse am Dienstag mit Blick auf den November von einem «Copy-and-paste» der letzten Monate.

Die aktuelle Zahl liegt am unteren Ende der Ökonomen-Schätzungen. Die von AWP befragten Ökonomen hatten für November einen Wert zwischen 49,5 bis 50,5 Punkten prognostiziert.

Weder Einbruch noch baldige Erholung
Offenbar habe die Schweizer Industrie zwar den ersten Schock über die Aufhebung der Euro-Untergrenze hinter sich lassen können, doch gelinge das Verdauen der Franken-Aufwertung selber mehr schlecht als recht. Es sei zwar kein eigentlicher Einbruch zu befürchten, es sehe aber auch nicht nach einer baldigen Erholung der Industriekonjunktur aus, so die Credit Suisse. Die Grossbank gibt den PMI zusammen mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management ‹procure.ch› auf monatlicher Basis heraus.

Der Blick auf die Subkomponenten zeige, dass die Unternehmen nach wie vor Aufträge hätten und die Produktion meist in der Wachstumszone liege. Auf der anderen Seite werde aber der Lagerbestand konstant gehalten und Personal abgebaut. Das seien beides Zeichen für pessimistische Zukunftserwartungen der Unternehmen. Ohne Wachstumsimpulse wie einer markanten Frankenabwertung dürfte der Krebsgang der Industrie damit noch länger andauern, folgern die CS-Ökonomen. (awp/mc/pg)

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