Precious Woods: Ergebnis durch Verzögerungen aus Gabun belastet

Markus Brütsch
Markus Brütsch, CEO und CFO Precious Woods. (Foto: zvg)

Zug – Im ersten Halbjahr 2019 lag der Gruppenumsatz bei EUR 22.7 Millionen und das Betriebsergebnis (EBIT) bei EUR 1.3 Millionen oder 5.9 %. Dies bedeutet einen leichten Umsatzrückgang von 0.6 % und eine Reduktion des EBIT von EUR 0.2 Millionen gegenüber der Vorjahresperiode.

Erneute Auslieferungsverzögerungen aus Gabun reduzierten den Umsatz um rund EUR 3.5 Millionen und das Furnierwerk musste gar die Aktivitäten für 6 Wochen einstellen. Die fehlenden Margen und der Produktionsausfall belasteten das Betriebsergebnis des ersten Halbjahres stark.

Der Bruttogewinn der Gruppe lag bei EUR 13.4 Millionen und damit 1.9 % unter der Vorjahresperiode (EUR 13.6 Millionen). Die Brutto­gewinnmarge betrug 58.9 % und vergleicht sich mit 59.7 % im Vorjahr. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) lag bei EUR 3.1 Millionen (Vorjahr: EUR 3.9 Millionen), was einer Marge von 13.6 % entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte EUR 1.3 Millionen (Vorjahr: EUR 1.5 Millionen) und eine Marge von 5.9 %.

Das Finanzergebnis betrug EUR – 1.3 Millionen (Vorjahr: EUR – 1.4 Millionen). Die aktuelle Zinsbelastung summiert sich auf unveränderte EUR 1.1 Millionen. Das Nettoergebnis lag bei EUR -0.2 Millionen (Vorjahr: EUR 0.2 Millionen). Die Wechselkurseffekte im Nettoergebnis beliefen sich auf EUR -0.1 Millionen (Vorjahr: EUR -0.1 Millionen). Die Eigenkapitalquote endete per Stichtag bei 21.1 % (Ende Vorjahr: 21.6 %) und das Working Capital lag mit EUR 15.7 Millionen EUR 0.7 Millionen unter dem Vorjahresendstand.

In den Sägewerken von Gabun wurden insgesamt 19 143 m3 Schnittholz produziert, was einem Rückgang von 8.6 % entspricht (Vorjahr 20 949 m3). Die Produktionsmenge im Furnierwerk reduzierte sich um 22.4 % und lag bei 11 504 m3(Vorjahr 14 831 m3). Die Wartungsarbeiten in den Sägewerken erfolgten analog zum Vorjahr im Mai. Seit Mitte Mai kam es zu aussergewöhnlichen Behinderungen in Gabun. Die Regierung startete eine gross angelegte Aktion gegen den illegalen Holzhandel. Dies führte zu personellen Veränderungen in den Ministerien und zu diversen Entlassungen bei den Zollbehörden. Die Aktion wurde bekannt unter dem Namen «Kevazingo-Gate» und trägt den Namen einer geschützten Holzart, die von einigen Unternehmen gefällt, verarbeitet und verschifft wurde. Als Folge daraus wurden sowohl der landesinterne Transport von Rundholz wie auch die Abfertigung der Holzprodukte am Hafen blockiert. Die Versorgung unseres Furnierwerkes mit Rundholz war nicht mehr möglich und der Betrieb musste für rund 6 Wochen eingestellt werden. Ebenso konnten die an Lager liegenden Furniere nicht verschifft werden. Einzig Schnittholz aus unseren Sägewerken konnte abgefertigt werden, weil die Verzollung bereits in der Nähe der Konzession erfolgte. In der Zwischenzeit wurde das Forstministerium personell neu besetzt. Eine der ersten Handlungen lag darin, dass nachhaltig arbeitende und FSC-zertifizierte Betriebe künftig eine bevorzugte Behandlung bei der Abfertigung erhalten sollen.

Der Nettoumsatz lag 12.1 % unter der Vorjahresperiode und erreichte EUR 13.8 Millionen (Vorjahr EUR 15.7 Millionen) Das Betriebsergebnis (EBITDA) lag bei EUR 2.6 Millionen (Vorjahr EUR 4.3 Millionen). Die Betriebsgewinnmarge betrug 18.7 % (Vorjahr 27.6 %).

Die Produktionsmenge in Brasilien im ersten Halbjahr lag bei 15 873 m3 Schnittholz und damit 34.3 % höher als im Vorjahr (11 816 m3). Der Produktionsfluss konnte erneut optimiert werden und die Auslieferungen erfolgten kontinuierlich. Der Nettoumsatz lag 28.7 % über dem Vorjahr und erreichte EUR 6.3 Millionen (Vorjahr EUR 4.9 Millionen). Der Betriebsgewinn (EBITDA) betrug EUR 1.2 Millionen, was einer Verbesserung von EUR 0.8 Millionen entspricht (Vorjahr EUR 0.4 Millionen). Es resultierte eine Betriebsgewinnmarge von 19.3 % (Vorjahr 8.4 %).

Der Nettoumsatz aus dem Handel von europäischem Rund- und Schnittholz belief sich auf EUR 2.7 Millionen, was einer Steigerung von 12.7 % entspricht (Vorjahr EUR 2.4 Millionen). Die Betriebsgewinnmarge betrug 5.3 % (Vorjahr 12.4 %).

Ausblick
Wie an der Generalversammlung bekannt gegeben, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 eine Umsatzsteigerung im einstelligen %-Bereich und ein positives Nettoresultat.

Nach wie vor liegt der Fokus auf einem organischen und nachhaltigen Wachstum. Projekte zur Produktivitätssteigerung wurden in Gabun wie auch in Brasilien gestartet. Die aus diesen Massnahmen resultierenden Margenverbesserungen werden teilweise noch in diesem Jahr sichtbar werden. Mögliche Beteiligungen an oder Übernahmen von anderen Firmen sowie gezielte Erweiterungen von Konzessionsgebieten werden weiterhin vorsichtig geprüft.

Der vollständige Halbjahresbericht 2019 steht auf der Website www.preciouswoods.com als Online zur Verfügung. (PW/mc/hfu)

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