Produzentenpreis-Index im November um 0,4% gesunken

Produzentenpreis-Index im November um 0,4% gesunken
(Bild: Schlierner / Adobe Stock)

Neuenburg – Die Schweizer Produzentenpreise sind im November 2019 deutlich gesunken. Der Rückgang ist vor allem auf tiefere Preise für chemische und pharmazeutische Produkte zurückzuführen.

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent auf den Indexstand von 100,5 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten nun 2,5 Prozent (Vormonat: 2,4%) tiefer, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte.

Für den Rückgang der Produzentenpreise gegenüber dem Vormonat (-0,3%) waren laut BFS vor allem die tieferen Preise für pharmazeutische Spezialitäten verantwortlich. Billiger wurden auch chemische Grundstoffe, Mineralölprodukte und pharmazeutische Grundstoffe. Steigende Preise beobachtete man dagegen für Schrott und Rohmilch. Auf Jahressicht beträgt das Minus hier wie im Vormonat 1,2 Prozent.

Chemische und Mineralöl-Produkte günstiger eingeführt
Im Subindex Importpreise (-0,5%) registrierten die Statistiker tiefere Preise insbesondere für chemische Produkte und Mineralölprodukte. Preisrückgänge zeigten auch pharmazeutische Grundstoffe, Computer und Zitrusfrüchte. Preiserhöhungen beobachtete man hingegen vor allem für Erdöl und Erdgas. Teurer wurden auch Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Importpreise im November 4,8 Prozent tiefer, im Oktober waren es noch 4,7 Prozent gewesen.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler. (awp/mc/ps)

BFS

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