Rega erneut mit über 15’000 Einsätzen in einem Jahr

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(Foto: Rega)

Zürich – Die Einsatzzentrale der Rega hat 2016 mit insgesamt 15‘093 Einsätzen etwas mehr Einsätze als im Vorjahr (+ 0,3 %) organisiert. Die Anzahl der Helikopter-Einsätze fiel gegenüber dem Vorjahr um 1,2% auf 11’055. Allgemein widerspiegeln die Helikopter-Einsatzzahlen laut der Rega die Wetterbedingungen und das Freizeitverhalten der Menschen in der Schweiz.

So flogen die Helikopter aufgrund des warmen und entsprechend schneearmen Winters 2016 etwa in den Monaten Januar (-4,7%) und Februar (-17,6%) deutlich weniger Einsätze als 2015. Im Gegensatz dazu sorgt der überdurchschnittlich sonnige September (+18,2%) für intensive Einsatztage.

Zugenommen haben derweil die Einsätze der drei Ambulanzjets der Rega: Diese brachten in 858 Einsätzen (+4,6%) insgesamt 869 Patienten (+5,3 %) aus aller Welt zurück in die Schweiz. Deutlich zugenommen hat auch die Zahl der Patienten, die an Bord von Linienflugzeugen repatriiert wurden (354, +12%). Diese Alternative zum Ambulanzjet wird immer dann eingesetzt, wenn der Zustand des Patienten ausreichend stabil ist und der Transport für Patienten und Mitreisende zumutbar ist.

Erfreuliche Entwicklung der Gönnerschaft
Die Gönnerinnen und Gönner bilden das Rückgrat der Rega. Sie trugen 2016 mit ihren Beiträgen mehr als 60% der Gesamtkosten. Insgesamt 3,376 Mio. Gönnerinnen und Gönner unterstützten per 31. Dezember 2016 die Rega, 93’000 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Laser zur Hinderniserkennung
Weiter berichtete die Rega an ihrer Medienkonferenz über den Einsatz eines lasergestütztes Systems zur automatischen Erkennung von Luftfahrthindernissen. Die Sensor-Einheit des Systems scannt mit einem Laser permanent die Umgebung vor dem Helikopter und erkennt auch dünne Kabel und Masten in bis zu zwei Kilometern Entfernung. Ein akustisches Signal warnt die Piloten vor Hindernissen, die zudem auf einem Bildschirm im Cockpit sowie auf einem sogenannten Head-Up-Display im Sichtfeld des Piloten dargestellt werden. Der grosse Vorteil im Vergleich zu passiven Warnsystemen, die auf eine Flughindernis-Datenbank zurückgreifen: Das System warnt auch vor Hindernissen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind.

Gemeinsame Testflüge mit dem Helikopterhersteller Leonardo sollen jetzt zeigen, wie präzise und zuverlässig das System, das bereits in einigen Militärhelikoptern erfolgreich eingesetzt wird, in Bergtälern mit vielen Luftfahrthindernissen funktioniert. Die Testflüge finden diesen Frühling gemeinsam mit dem Hersteller Leonardo in Norditalien statt. Das System soll ab 2021 in den drei neuen allwettertauglichen Rettungshelikoptern AW169-FIPS eingesetzt werden. (mc/pg)

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