Repower tritt Vorwürfen beim Kraftwerk-Projekt in Kalabrien entgegen

Kurt Bobst

Repower-CEO Kurt Bobst.

Poschiavo – Das Energieunternehmen Repower wehrt sich gegen Kritik am geplanten Kraftwerksprojekt in Italien. «Alle in letzter Zeit erhobenen Unterstellungen und unfundierten Angriffe im Zusammenhang mit dem Kohlekraftwerk-Projekt Saline Joniche in Italien weisen wir entschieden zurück», heisst es in einer Mitteilung von Repower am Freitag. Ebenso entschieden widerspricht das Unternehmen «Unkorrektheiten und publizierten falschen Angaben, die jeglicher Grundlage entbehren».

Damit reagiert das Unternehmen auf Medienberichte und auf die Nominierung durch die von der Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace vergebenen Schmäh-Preis «Public Eye Award». Repower betont, dass das Unternehmen die Grundsätze der Legalität beachtet und umfassende Compliance-Richtlinien anwende. Dies gelte auch für die bei dem Projekt involvierten Unternehmen. Die italienische Repower-Tochter SEI unterziehe sich einer regelmässigen, externen Kontrolle, welche insbesondere die potenziellen Risiken umfasse, heisst es weiter.

«Protocollo di legalità»
Zudem unterstütze auch der Präfekt der Reggio Calabria, Vittorio Piscitelli, den Abschluss eines «Protocollo di legalità» zwischen der SEI und Unternehmungen, an welche Aufträge im Bereich Bau und Betrieb des künftigen Kohlekraftwerks Saline Joniche erteilt werden. Dieses könne nach Erhalt der erforderlichen Baubewilligungen abgeschlossen werden, teilt Repower weiter mit. Dieses Vorgehen sei ein zweckmässiges Instrument, um Infiltrationsversuchen durch kriminelle Organisationen im Zusammenhang mit geplanten Bauarbeiten des Kraftwerks Saline Joniche vorzubeugen.

Happige Vorwürfe seitens Public Eye Award
Bei der Nominierung zum Public Eye Award wurde Repower in der Begründung vorgeworfen, das Unternehmen wolle das Projekt gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung bauen und sei eine Verbindung mit korrupter Politik und mafiösen Strukturen eingegangen. (awp/mc/ps)

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