Richemont steigert Quartalsumsatz um 9% auf 2,86 Mrd EUR

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Richemont-Hauptsitz in Genf. (Bild © Richemont)

Richemont-Hauptsitz in Genf. (Bild © Richemont)

Genf – Der Luxusgüterkonzern Richemont ist im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (Oktober bis Dezember) weiter gewachsen, allerdings nicht mehr ganz so flott wie in dem im September zu Ende gegangenen Halbjahr. Eine Stabilisierung der Verkäufe auf hohem Niveau hat sich in der Wachstumsregion Asien-Pazifik eingestellt, während der Absatz in Europa und Amerika in Lokalwährungen zweistellig wuchs.

Den Gruppenumsatz hat Richemont im Berichtsquartal um 9% auf 2,86 Mrd EUR gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen, also in Lokalwährungen, betrug das Wachstum 5%, wie der Luxusgüterhersteller am Montag mitteilt. In den ersten neun Monaten 2012/13 ist Richemont in Euro immerhin noch um 17% auf 7,97 Mrd EUR und in Lokalwährungen um 9% gewachsen. Im Vergleich dazu beliefen sich die Wachstumsraten im Halbjahr auf 21% respektive 12%.

Die Vorgaben der Analysten hat Richemont mit den Umsatzzahlen knapp verfehlt. Im Vorfeld hatten die Experten für das dritte Quartal den Gruppenumsatz bei 2,88 Mrd EUR erwartet. Die Schätzungen reichten von 2,85 bis 2,92 Mrd.

Weiter teilte Richemont mit, dass die Netto-Cash-Position per Ende Dezember 3,00 Mrd EUR betrug, nach 3,05 Mrd Ende September.

Gute Verkäufe in firmeneigenen Boutiquen
Das Wachstum von Richemont sei im dritten Quartal von einer robusten Nachfrage nach Schmuck in den Boutiquen der verschiedenen Marken beziehungsweise «Maisons» getragen worden, heisst es weiter. Dagegen habe sich der Absatz im Vertriebskanal Grosshandel etwas schwächer entwickelt. Die Retail-Partner im Uhrensegment hätten sich angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten weltweit vorsichtiger verhalten.

In der Schmucksparte mit den Marken Cartier und Van Cleef and Arpels wuchs der Umsatz im dritten Quartal um 8% (+4% in LW) auf 1,45 Mrd EUR. Dabei seien die eigenen Boutiquen der Wachstumstreiber gewesen, sie hätten gutes Absatzwachstum erzielt, schreibt Richemont.

13% mehr Uhren verkauft
Mit Uhren (Vacheron Constantin, Baume & Mercier, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Lange & Söhne oder IWC) steigerte Richemont den Absatz um 13% (+9% in LW) auf 784 Mio EUR. Auch hier sei der Verkauf über die eigenen Läden für das Wachstum entscheidend gewesen, heisst es. Die meisten «Maisons» seien in Lokalwährungen zweistellig gewachsen, auch wenn gewisse Marken mit starker Ausrichtung auf Asien Umsatzeinbussen hinnehmen mussten.

Die Schreibutensilien mit der Marke Montblanc erhöhte den Umsatz um 3% (unv. in LW) auf 227 Mio und im Bereich Übrige mit den Accessoire-Marken Dunhill und Chloe oder dem Online-Portal Net-a-Porter wuchsen die Verkäufe um 10% (+6%) auf 374 Mio.

Europa und Amerika stützen
In Europa habe sich der Absatz «zufriedenstellend» entwickelt, auch wenn sich seit der Jahresmitte eine gewisse Wachstumsabschwächung eingestellt habe, so Richemont. Der Europa-Umsatz wuchs im dritten Quartal noch um 11% auf 1,01 Mrd EUR, ein Plus von 9% in Lokalwährungen. Für die ersten neun Monate resultiert zu konstanten Währungen immerhin noch ein Anstieg von 15%.

Besser schnitt auch die Region Amerika ab, wo der Umsatz von Richemont in den Monaten Oktober bis Dezember um 13% (+18% in LW) auf 452 Mio EUR kletterte. In Japan erreichte die Gruppe ein moderates Wachstum von 3% (+2%) auf 281 Mio.

Dagegen hat sich in der zuletzt ausserordentlich starken Region Asien-Pazifik eine Stabilisierung auf hohem Niveau eingestellt. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz von Richemont in Euro zwar um 6% auf 1,12 Mrd EUR. In Lokalwährungen blieb der Absatz aber auf Vorjahresniveau stehen.

China: Umsatz konsolidiert
Besonders in China habe sich das Umfeld gegenüber dem sehr guten Vorjahr auf hohem Niveau konsolidiert. Die Grosshandels-Partner in Hong Kong und Festland-China hätten im Einkauf Vorsicht walten lassen. Auf der anderen Seite stützten die neu eröffneten Boutiquen die Verkäufe.

Derzeit sei unklar, wie sich das Geschäftsumfeld in Asien für Richemont weiterentwickeln werde. Man werde aber weiter in die eigenen «Maisons» investieren. Weitere, konkretere Angaben zum Ausblick machte Richemont nicht. (awp/mc/upd/ps)

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